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Achtung und Tempo runter: die Amphibien wandern

Frösche, Kröten und Molche beginnen ihre alljährliche Wanderung. Sobald die Temperaturen über Null Grad liegen und es regnet, machen sich die einheimischen Amphibien auf den Weg von ihrer Winterbehausung zu den Laichgewässern. Dabei überqueren sie häufig Straßen. Das kann für sie lebensgefährlich werden. Motorrad und Auto Fahrende sind gefragt, an den Überquerungsstellen die Geschwindigkeit anzupassen und besonders vorsichtig auf diesen Strecken zu fahren.

Viel befahrene Straßen sind eine Gefahr

Im Bereich der Querungsstellen ist besondere Vorsicht geboten. Insbesondere in der Nacht und in den frühen Morgenstunden sind die kleinen Wanderer unterwegs. Um sie nicht zu gefährden, ist die Aufmerksamkeit der Kraftfahrzeug Fahrenden gefragt. Die Amphibien können durch Scheinwerfer geblendet werden, worauf sie mit Bewegungslosigkeit reagieren. Zudem brauchen beispielsweise Kröten zum Teil mehr als eine Viertelstunde, um die Straße in Richtung Laichgrund zu überqueren. Von einer Slalomfahrt ist dringend abzuraten, denn solch ein Fahrmanöver gefährdet die eigene Sicherheit und möglicherweise auch die entgegenkommender und nachfolgender Fahrzeuginsassen. Die sicherste Maßnahme fürs Überleben möglichst vieler Amphibien lautet daher: Runter vom Gas!

Sicherheit für Mensch und Tier gewährleisten

Darüber hinaus ist mit Helferinnen und Helfern auf der Strecke zu rechnen. An Stellen ohne feste Leiteinrichtung sind mobile Fangzäune angebracht. Dort fallen Molche, Kröten und Unken in Eimer. Diese Eimer werden von den Helfenden auf die andere Straßenseite getragen. Zum eigenen Schutz, zu dem der Helfenden sowie der Amphibien empfiehlt der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR), aufmerksam zu fahren und die Geschwindigkeit zu reduzieren. So können alle sicher ans Ziel kommen.

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