Festival of Lights: DVR verteilt 6.000 Reflektor-Regenschirme für mehr Sicherheit auf Berlins Straßen
- Sichere Mobilität
- Sicherer Fußverkehr und Teilhabe für alle
- 2026
- Fußverkehr
© Christoph Rieger, DVR
Pressemitteilung
Berlin, 8. Oktober 2026
Wenn Berlins Wahrzeichen, Gebäude und Plätze im Rahmen des Festival of Lights ab dem 9. Oktober wieder in spektakulärer Licht-, Projektions- und Videokunst erstrahlen, setzt der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) selbst ein leuchtendes Zeichen für mehr Verkehrssicherheit: Als Partner des Festivals verteilt der DVR am Freitag, 9. Oktober, und Samstag, 10. Oktober, jeweils zwischen 19:00 und 22:00 Uhr insgesamt 6.000 retroreflektierende Regenschirme an Passantinnen und Passanten. Mobile Verteilteams sind an diesen Tagen zwischen Berliner Dom und dem Alexanderplatz unterwegs. Jeder retroreflektierende Regenschirm trägt den prägnanten Schriftzug „Hast Du mich aufm Schirm?“.
„Ziel unserer Aktion ist es, Fußgängerinnen und Fußgänger zu Beginn der dunklen Jahreszeit im Straßenverkehr sichtbarer zu machen“, sagt Stefan Grieger, Hauptgeschäftsführer des DVR. „Die retroreflektierenden Schirme werfen das Licht von Scheinwerfern zurück zur Lichtquelle und helfen Autofahrenden, Menschen zu Fuß deutlich früher zu erkennen.“
Zu Fuß Gehende verunglücken in dunklen Monaten häufiger
Ein Blick in die Unfallstatistik des Statistischen Bundesamtes zeigt, dass das Unfallrisiko für Fußgängerinnen und Fußgänger in den dunklen Monaten besonders hoch ist: Im Jahr 2025 wurden in Deutschland in den Monaten Januar, Februar, November und Dezember 183 Fußgängerinnen und Fußgänger im Straßenverkehr getötet. Das entspricht in nur vier Monaten rund 44 Prozent der insgesamt 414 im gesamten Jahr zu Fuß tödlich verunglückten Personen. Auch bei den Schwerverletzten zeigt sich ein erhöhtes Unfallgeschehen: Von insgesamt 4.560 schwerverletzten Fußgängerinnen und Fußgängern im Jahr 2025 entfielen 1.797 auf die Monate Januar, Februar, November und Dezember – rund 39 Prozent aller schwerverletzten Zu Fuß Gehenden.
„Wenn mehr als vierzig Prozent der getöteten Fußgängerinnen und Fußgänger in nur vier dunklen Monaten ums Leben kommen, muss uns das zum Handeln bewegen“, betont Stefan Grieger. „Einerseits müssen Fußgängerinnen und Fußgänger natürlich besser sichtbar sein – zum Beispiel bei Regen im Dunkeln mit unseren reflektierenden Schirmen. Genauso ist aber auch die Politik gefordert: Wir brauchen auch mehr Möglichkeiten, Straßen sicher zu überqueren. Wo bereits Querungsstellen vorhanden sind, müssen die Sichtfelder frei von parkenden Fahrzeugen und anderen Hindernissen gehalten werden – ganz besonders in der Nähe von Schulen, Kindergärten, Spielplätzen oder Seniorenheimen.“
Mehr Sichtbarkeit für Zu Fuß Gehende
Sichtbarkeit kann dazu beitragen, Unfälle zu verhindern. Der DVR empfiehlt Menschen, die bei Dämmerung oder Dunkelheit unterwegs sind, helle Kleidung zu tragen. Noch besser sichtbar wird man durch retroreflektierende und fluoreszierende Elemente. Retroreflektierendes Material wirft einfallendes Scheinwerferlicht direkt zur Lichtquelle zurück und leuchtet dadurch im Dunkeln hell auf. Fluoreszierendes Material wandelt wiederum unsichtbare UV-Strahlung aus dem Tageslicht in sichtbares Licht um und sorgt daher bei Tageslicht für eine bessere Wahrnehmbarkeit.
Reflektorbänder an Armen und Beinen erhöhen die Sichtbarkeit ebenso wie reflektierende Flächen an Rucksäcken, Taschen, Rollatoren, Gehhilfen, Einkaufstrolleys oder Kinderwagen. Ihre Wirkung ist erheblich: Während Menschen mit dunkler Kleidung von Autofahrenden erst aus etwa 25 Metern Entfernung wahrgenommen werden, liegt die Sichtweite bei heller Kleidung bei etwa 40 Metern und bei reflektierender Kleidung sogar bei bis zu 140 Metern.
„Bei einer Vollbremsung bei 50 km/h beträgt der Anhalteweg etwa 28 Meter. Bei dunkel gekleideten Personen reicht die Sichtweite oft nicht mehr aus, um einen Unfall zu verhindern“, erklärt Stefan Grieger. „Ein Reflektor kann also mit darüber entscheiden, ob man sicher nach Hause kommt oder im Krankenhaus landet.“
Weiterführende Informationen
DVR-Beschluss: Mehr Sicherheit für den Fußverkehr (2026)
„Runter vom Gas“-Fachartikel: Sicher durch den Winter (2026)
DVR Blickpunkt: Fußverkehr sicherer gestalten (2023)
Pressefotos
Regenschirm: Motiv 1, Motiv 2, Motiv 3, Motiv 4, Motiv 5, Motiv 6, Motiv 7, Motiv 8
Honorarfreie Nutzung bei Nennung des Bildnachweises: © Christoph Rieger, DVR
DVR-Hauptgeschäftsführer Stefan Grieger
Honorarfreie Nutzung bei Nennung des Bildnachweises: © Martin Lukas Kim, DVR
Über den DVR
Der DVR ist Deutschlands unabhängiger Vorreiter und Kompetenzträger in allen Belangen der Straßenverkehrssicherheit. Mit dem Ziel der Vision Zero („Alle kommen an. Niemand kommt um.“) setzt er sich für die gemeinsame Verantwortung aller Gesellschaftsgruppen ein, um den Straßenverkehr sicher zu machen. Durch die hohe Sachkenntnis und die Erfahrung seiner Mitglieder bildet der DVR ein effizientes Netzwerk für Verkehrssicherheit.
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