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Bus/Reisebus

Drei Kriterien für mehr Sicherheit

Die Einhaltung und Erfüllung der drei Kriterien Unternehmen, Kraftfahrzeugführende und Technik sind entscheidend dafür, dass das Reisen im Reisebus sicher ist. Reisebusunternehmen sollten darauf achten, dass sie alle geltenden Standards erfüllen. Reisende können sich über den Stand dieser Kriterien vor Fahrten mit einem Reisebus informieren.

U: Reisebusunternehmen

Jedes Reisebusunternehmen muss angeben, auf welchen rechtlichen und normativen Grundsätzen es organisiert ist. Dazu zählen unter anderen Anforderungen an die personenbeförderungsrechtlichen Genehmigungen, an die Disposition, den Arbeits- und Gesundheitsschutz für die Kraftfahrzeugführenden sowie an die Kunden- und Fahrerzufriedenheit.

F: Busfahrerin und Busfahrer

Hinter jedem Lenkrad sitzt ein Mensch, der die Verantwortung für eine sichere Fahrt übernimmt. Seine Fahrfähigkeiten sind ganz wesentlich dafür, dass alle sicher ankommen. Hinter dem Faktor Mensch stehen Anforderungen an die Fahrerlaubnis und an die Aus- und Weiterbildung der Kraftfahrzeugführenden in Theorie und Praxis bis hin zum Verhalten in möglichen Notsituationen.

Busfahrerinnen und Busfahrer verfügen neben dem „normalen“ Führerschein über einen Personenbeförderungsschein. Zur Führerscheinverlängerung im Abstand von fünf Jahren sind ein Gesundheits-Check sowie eine augenärztliche Untersuchung erforderlich. Busfahrer ab dem 50. Lebensjahr müssen außerdem eine Untersuchung zu Orientierungsleistung, Konzentrationsfähigkeit, Belastbarkeit und Reaktionsgeschwindigkeit durchlaufen. Für alle Busfahrerinnen und Busfahrer gilt das absolute Alkoholverbot.

Zusätzlich nehmen Busfahrerinnen und Busfahrer regelmäßig an Programmen und Seminaren zur Aus- und Weiterbildung in fahrerischen, technischen und sicherheitsrevelanten Bereichen teil.

Reisebus

B: Der Bereich Bus zielt auf das Fahrzeug und seine technische Ausstattung ab. Vor allem geht es dabei um die aktive und passive Sicherheit, etwa das Vorhandensein von Sicherheitssystemen wie ABS und ESP, Sicherheitsgurten sowie erhöhte Anforderungen an die Festigkeit des Fahrzeugaufbaus, aber auch um die Ausstattung mit Navigationssystemen und anderen Einrichtungen, die Kraftfahrzeugführende entlasten.

Die Omnibushersteller bringen die neueste verfügbare Sicherheitstechnik schnellstmöglich zur Serienreife, wann immer dies machbar und wirtschaftlich vertretbar ist. In den letzten Jahren wurde beispielsweise die Steifigkeit der Fahrgastzelle verbessert und damit überrollstabil gemacht. Die deutsche Reisebusflotte gilt als jüngste und modernste in Europa.

Auch zahlreiche elektronische Sicherheitskomponenten sind im Bus neu zum Einsatz gekommen und gehören heute zur Standardausrüstung. Sie verbessern unter anderem das Bremsverhalten oder unterstützen den Fahrer oder die Fahrerin bei den Überwachungsaufgaben, so dass er oder sie die volle Aufmerksamkeit dem Verkehrsgeschehen widmen kann.

Busse müssen jedes Jahr zur Hauptuntersuchung und werden ab dem vierten Jahr der Zulassung zusätzlich vierteljährlich einer sogenannten Sicherheitsprüfung unterzogen. Im zweiten und dritten Jahr erfolgt diese Prüfung je einmal. Die Omnibushersteller und -betreiber setzen alles daran, dass der Bus ein sehr sicheres Verkehrsmittel bleibt.

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