Startseite  >  Presse > Pressemitteilungen > Gernot Hassknecht: Neue Folge zu Dooring-Unfällen

Gernot Hassknecht: Neue Folge zu Dooring-Unfällen

In der vierten Episode der monatlichen Videoserie erklärt Berufscholeriker Gernot Hassknecht, warum Dooring-Unfälle so gefährlich sind, wie sie sich vermeiden lassen und was unsere holländischen Nachbarn damit zu tun haben.

Über 3.000 Dooring-Unfälle pro Jahr

Dooring-Unfälle, also Zusammenstöße, bei denen ein Radfahrer mit einer unvorsichtig und plötzlich geöffneten Tür eines parkenden Autos kollidiert, haben für Radfahrer oft schlimme Folgen. Laut der Unfallforschung der Versicherer (UDV) kam es 2018 zu 3.500 Unfällen dieser Art. Das sind immerhin sieben Prozent aller Unfälle zwischen Pkw- und Radfahrern.

Jeder zweite Radfahrer beinahe von Dooring-Unfall betroffen

Rund 700 der verunfallten Radfahrer – jeder fünfte – verletzte sich dabei schwer. Besonders häufig kam es zu Kopfverletzungen. Oft können Radfahrer zwar durch eine schnelle Reaktion das Schlimmste verhindern. Das plötzliche Ausweichen kann jedoch wiederum leicht zu Unfällen mit dem fließenden Verkehr führen. In einer Forsa-Umfrage aus dem Jahr 2019 gab fast jeder zweite Radfahrer an, schon einmal knapp einem Dooring-Unfall entgangen zu sein. Kein Wunder also, dass 38 Prozent der Radfahrer erklären, beim Fahren immer oder häufig Angst davor zu haben, in eine solche Situation zu geraten.

Die Einschätzungen darüber, ob Autofahrer sich der Problematik ausreichend bewusst sind, gehen bei Auto- und Radfahrern stark auseinander: Während 66 Prozent der Autofahrer angeben, immer oder häufig an herannahende Radfahrer zu denken, haben hingegen Radfahrer den Eindruck, dass 65 Prozent der Autofahrer ihr Umfeld vor dem Aussteigen selten oder nie prüfen.

Gernot Hassknechts hilfreicher Trick: der Holländische Griff

In der neuen Folge der beliebten Serie „Gernot Hassknecht: Der Experte für Verkehrssicherheit“ weist der aus der ZDF-„heute-show“ bekannte notorische Nörgler Gernot Hassknecht darauf hin, dass die Verantwortung für andere Verkehrsteilnehmer nicht mit dem Abziehen des Zündschlüssels endet. Deshalb sensibilisiert er die Autoinsassen dafür, beim Aussteigen auf Radfahrer zu achten und gibt ihnen einen hilfreichen Trick an die Hand: den Holländischen Griff.

„Das ist nicht der Griff, mit dem man eine Portion Pommes und eine Frikandel gleichzeitig halten kann“, witzelt Hassknecht gewohnt ironisch, „sondern eine Art, die Tür zu öffnen, um Dooring-Unfälle zu vermeiden.“ Die Autotür wird hierbei vom Autofahrer mit der rechten anstatt mit der linken Hand geöffnet. Dadurch erfolgt automatisch eine Drehung nach hinten, der Blick geht über die Schulter und von hinten nahende Radfahrer werden rechtzeitig gesehen. Für Beifahrer gilt übrigens dasselbe mit der linken Hand.

„Gewöhnt’s euch an, ist eine super Sache. Obwohl es aus Holland kommt“, schließt Hassknecht mit einem Augenzwinkern ab.

Die neue Folge mit Gernot Hassknecht

Gernot Hassknecht ist zurück – 2020 forscht der wohl witzigste und gemeinste Verkehrssicherheitsexperte des Landes in seinem Labor zu den fiesesten Fahrfehlern und verrücktesten Verkehrssünden. Jeden Monat erscheint eine neue Folge, sowohl auf der Kampagnenwebsite www.runtervomgas.de als auch auf YouTube und der „Runter vom Gas“-Facebook Seite.

© 2020 Deutscher Verkehrssicherheitsrat