Nationale Verkehrssicherheitskonferenz: Bund setzt richtigen Schwerpunkt – Gefahr auf Landstraßen entschärfen
08.04.2026
Im Rahmen des „Pakts für Verkehrssicherheit“ haben sich das Bundesverkehrsministerium (BMV), Länder, Kommunen und über 400 nichtstaatliche Akteure im Jahr 2021 ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Die Zahl der im Straßenverkehr getöteten Menschen soll bis 2030 um 40 Prozent sinken. Anlässlich der zweiten Nationalen Verkehrssicherheitskonferenz am 14. April zieht der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) eine kritische Zwischenbilanz. Während im Pandemie-Jahr 2021 noch 2.562 Menschen im Straßenverkehr ums Leben kamen, stieg diese Zahl im Jahr 2024 auf 2.770 und 2025 sogar auf 2.814 an. Der DVR warnt, dass das selbst gesteckte Reduktionsziel angesichts dieser Entwicklung kaum noch zu erreichen ist. Gleichzeitig begrüßt der DVR ausdrücklich, dass der Bund auf der Nationalen Verkehrssicherheitskonferenz mit der Entschärfung der Gefahren auf Landstraßen einen richtigen strategischen Schwerpunkt setzt.
„Die Statistik spricht eine klare Sprache: Bei der Reduzierung der Todesfälle im Straßenverkehr kommen wir in den letzten Jahren nicht voran – die Entwicklung stagniert“, erklärt Manfred Wirsch, Präsident des DVR. „Wo sich Fehlentwicklungen verfestigen, ist politische Führung gefragt. Es ist daher ein wichtiges Signal, dass Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder den Unfallhotspot Landstraße zu einem Kernthema der Konferenz gemacht hat. Da fast 60 Prozent der im Straßenverkehr getöteten Menschen auf Landstraßen verunglücken, liegt hier ein entscheidender Hebel.“