Illegale Straßenrennen: Mietwagen künftig leichter einziehen

04.03.2026
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Illegale Straßenrennen: Mietwagen künftig leichter einziehen

Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) unterstützt den Gesetzesantrag des Landes Berlin, die Einziehung von Fahrzeugen zu erleichtern, die für illegale Straßenrennen genutzt wurden – auch wenn sie von Mietwagenanbietern stammen. Der DVR ruft die Bundesländer auf, den Antrag am 6. März im Bundesrat zu unterstützen.

Pressemitteilung

Berlin, 4. März 2026

Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) unterstützt den Gesetzesantrag des Landes Berlin, die Einziehung von Fahrzeugen zu erleichtern, die für illegale Straßenrennen genutzt wurden – auch wenn sie von Mietwagenanbietern stammen. Der DVR ruft die Bundesländer auf, den Antrag am 6. März im Bundesrat zu unterstützen. 

Rechtsstaat darf nicht wegsehen

„Illegale Kraftfahrzeugrennen sind die wohl rücksichtsloseste Form von Egoismus im Straßenverkehr“, sagt DVR-Präsident Manfred Wirsch. „Wer für den eigenen Adrenalinkick oder aus Profitgier das Leben unbeteiligter Menschen aufs Spiel setzt, dem scheint nichts heilig zu sein – außer seinem Auto. Der Rechtsstaat darf hier nicht wegsehen, sondern muss konsequent handeln. Bei dieser kriminellen Klientel ist Abschreckung die beste Prävention – und der Verlust teurer Fahrzeuge eine notwendige Sanktion.“ 

Schuldhaftes Verhalten leichter nachweisen

Das Strafrecht erlaubt derzeit zwar die Einziehung von Fahrzeugen, die für illegale Rennen genutzt wurden. In der Praxis scheitert dies jedoch häufig, wenn das Auto gemietet wurde. Der Gesetzentwurf sieht nun bei bestimmten Delikten eine Verschärfung des Verschuldensmaßstabs vor. So soll es für die Strafverfolgungsbehörden einfacher werden, ein schuldhaftes Verhalten der Vermieter nachzuweisen und das Fahrzeug auch von diesen einzuziehen. 

Strafverfolgungsbehörden Handlungsspielräume ermöglichen

„Mit dem Gesetz würden Strafverfolgungsbehörden dringend notwendige Handlungsspielräume erhalten, um illegale Straßenrennen noch wirksamer zu verhindern“, sagt Manfred Wirsch. „Auch das Geschäftsmodell mancher Vermieter, hochmotorisierte Fahrzeuge zu vermieten, bei denen man davon ausgehen kann, dass sie für illegale Straßenrennen genutzt werden, würde damit erschwert.“

Weiterführende Informationen

Zehn Top-Forderungen des DVR an die Politik

Kampagne Runter vom Gas 

Pressefotos 

Pressefotos von Manfred Wirsch sind unter diesem Link abrufbar. Ein Symbolfoto zur Pressemitteilung ist unter diesem Link abrufbar.

Über den DVR

Der DVR ist Deutschlands unabhängiger Vorreiter und Kompetenzträger in allen Belangen der Straßenverkehrssicherheit. Mit dem Ziel der Vision Zero („Alle kommen an. Niemand kommt um.“) setzt er sich für die gemeinsame Verantwortung aller Gesellschaftsgruppen ein, um den Straßenverkehr sicher zu machen. Durch die hohe Sachkenntnis und die Erfahrung seiner Mitglieder bildet der DVR ein effizientes Netzwerk für Verkehrssicherheit.

Kontakt

Christoph Rieger
Pressesprecher
Abteilung Kommunikation
Deutscher Verkehrssicherheitsrat (DVR) e.V.
German Road Safety Council
Jägerstraße 67-69
10117 Berlin
+49 (0)30 2 26 67 71 - 30
crieger@dvr.de 
Website 

Bildhinweis

Symbolbild, © Christoph Rieger, DVR