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Abstand halten

DVR gibt Tipps zum sicheren Verhalten

Abstand halten - diese Maßnahme gilt aktuell, um die Ausbreitung des Coronavirus aufzuhalten. Sie gilt aber immer, um Unfälle im Straßenverkehr zu vermeiden. Leider wird das Gebot „Abstand halten“ im Straßenverkehr noch oft ignoriert. Und das kann fatale Folgen haben. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) klärt auf.

Mangelnder Sicherheitsabstand ist nach wie vor eine der Hauptursachen von Verkehrsunfällen mit Personenschaden. Dabei ist das Einhalten des sicheren Abstands ein wirksames Mittel, um Verletzungen und Leid zu vermeiden.

Seitenabstände beachten

  • Der Abstand von 1,5 bis zwei Meter, der in Zeiten der Corona-Krise immer wieder genannt wird, ist auch für den Straßenverkehr geeignet.
  • Beim Überholen von Rad Fahrenden hatte sich, aufgrund entsprechender Rechtsprechung, ein Mindestabstand von 1,5 Metern etabliert. Mit der StVO-Novelle, die demnächst in Kraft treten wird, wird der Überholabstand von 1,5 Metern innerhalb von Ortschaften und zwei Metern außerorts jetzt auch normiert
  • Können Rad Fahrende aufgrund von Gegenverkehr oder parkenden Fahrzeugen nicht mit diesem Sicherheitsabstand überholt werden, muss man warten.
  • Überholt werden darf erst, wenn es gefahrlos möglich ist
  • Überholmanöver direkt vor einer roten Ampel vermeiden.

Zu dichtes Auffahren

  • Auch zu dichtes Auffahren mit dem Pkw oder Lkw birgt hohe Risiken.
  • Wer drängelt, kann den oder die Voranfahrende verunsichern. Das kann zu Fahrfehlern führen, die verheerende Unfälle auslösen können.
  • Aber wie groß muss der Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug sein? Nach der gebräuchlichen Faustregel sollte der Sicherheitsabstand dem halben Tachowert entsprechen. Bei einer Geschwindigkeit von 120 km/h ist demnach ein Sicherheitsabstand von mindestens 60 Metern einzuhalten.
  • Auto Fahrende können sich auch an der „Zwei-Sekunden-Regel“ orientieren: abwarten, bis das vorausfahrende Fahrzeug eine Markierung – z.B. eine Schutzplanke oder ein Verkehrsschild – passiert, dann „einundzwanzig, zweiundzwanzig“ zählen und so den zeitlichen Abstand messen. Wer die Markierung schneller als in zwei Sekunden erreicht, ist zu dicht dran. Diese Faustregel funktioniert allerdings nur bei optimalen Bedingungen.
  • Bei schlechten Sicht- und Wetterverhältnissen sowie dichtem Verkehr muss der Abstand vergrößert werden.

Abstände einhalten und sicher ans Ziel kommen

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