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Wie sich Müdigkeit aufs Fahrverhalten auswirkt

Müdigkeit wirkt beim Autofahren ähnlich wie Alkohol. Schon 17 Stunden ohne Schlaf beeinträchtigen das Reaktionsvermögen wie 0,5 Promille Alkohol im Blut, 22 Stunden ohne Schlaf wirken schon wie 1,0 Promille Alkohol im Blut. Müdigkeit beeinträchtigt so das Gefahrenbewusstsein, das Reaktionsvermögen und die Konzentrationsfähigkeit. Die aktuelle Geschwindigkeit, zurückgelegte und künftige Entfernungen können falsch eingeschätzt werden.

Schlafmangel erhöht das Unfallrisiko

Jede Stunde ohne Schlaf erhöht das Risiko für einen Verkehrsunfall. So ist laut der US-amerikanischen AAA Foundation for Traffic Safety (2016) im Vergleich zu einer Schlafdauer von sieben Stunden oder mehr nach nur vier bis fünf Stunden Schlaf die Wahrscheinlichkeit für einen Verkehrsunfall 4,3-mal höher; nach weniger als vier Stunden Schlaf ist das Risiko sogar 11,5-mal höher. Wer nur kurz einnickt, legt binnen drei Sekunden bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h über 80 Meter im Blindflug, also ohne Kontrolle über das Fahrzeug zurück. In dieser kurze Zeit können ein Verkehrsunfall verursacht und Menschenleben gefährdet werden.

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