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Umfrageergebnisse: Vorsicht Sekundenschlaf

Zum Start der Kampagne Vorsicht Sekundenschlaf! hat der Deutsche Verkehrssicherheitsrat eine Kantar-Emnid-Umfrage (2016) LINK NEU? getartet. Ein Ergebnis: Unter 1.000 Pkw Fahrenden sind rund 26 Prozent  mindestens schon einmal hinter dem Steuer ihres Pkw eingeschlafen. Das kann tödlich enden. Aus diesem Grund richtet sich die Kampagne vorrangig an alle, die Pkw fahren, aber auch an weitere Risikogruppen.

Autofahrer sind besonders gefährdet

Die Umfrageergebnisse zeigen, dass Autofahrende sehr gefährdet sind, hinter dem Steuer einzuschlafen: Sie unterschätzen oft die Gefahr und legen häufig zu wenig Pausen ein. Über 50 Prozent pausieren erst nach drei bis vier Stunden oder später. Eine Pause sollte jedoch grundsätzlich etwa alle zwei Stunden und speziell bei ersten Müdigkeitsanzeichen eingelegt werden. Deshalb möchte die Kampagne Pkw Fahrende dafür sensibilisieren, vor jeder Autofahrt ausreichend zu schlafen undwährend der Autofahrt regelmäßig Pausen einzulegen.

Auch ältere Autofahrer sind gefährdet, in den Sekundenschlaf zu fallen: Ihr Schlaf verändert sich über die Lebensspanne hinweg, sie schlafen insgesamt weniger und sind daher am Tag öfter müde. Daher werden auch ältere Menschen auf die Relevanz von ausreichend Schlaf vor jeder Fahrt und erholsame Kurzschlafphasen am Tag bzw. regelmäßige Pausen während der Autofahrt zur Kompensation längerer Wachphasen in der Nacht aufmerksam gemacht.

Lkw-Fahrer sollten besonders wachsam sein

Eine weitere Kantar-Emnid-Umfrage (2017) des DVR und der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) zeigt zudem, dass Lkw Fahrende ebenfalls gefährdet sind, in den Sekundenschlaf zu fallen: Sie sitzen lange hinter dem Lenkrad, legen häufig monotone Strecken zurück, haben oft unregelmäßige Schlafzeiten. Deshalb müssen sie teilweise mit Langerweile, aber vor allem auch Müdigkeit kämpfen. 85 Prozent glauben, den Einschlafzeitpunkt am Steuer vorhersehen zu können. Das Einschlafen kann jedoch nicht durch umfassende Erfahrung oder reine Willenskraft verhindert werden. Daher erinnert die Kamapgne Lkw Fahrende an ihre Verantwortung und Pflicht, die gesetzlich geltenden Lenk- und Ruhezeiten einzuhalten. Zudem macht die Kampagne sie auf die Gefahr von Schlafkrankheiten, insbesondere Schlafapnoe aufmerksam.

Speziell Transportunternehmen haben wesentlichen Einfluss auf Lkw Fahrende. Daher werden sie vor allem über die Notwendigkeit einer realistischen, also am zeitlichen Fahraufwand und an möglichen Stauprognosen orientierten Routen- oder Zustellungsplanung aufgeklärt. Auch die Gefahr von Müdigkeit und die Folgen eines Sekundenschlafes, die Relevanz von ausreichend Schlaf und erholsamen Pausen werden Unternehmen näher gebracht.

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