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Kopf drehen, Rad Fahrende sehen!

  • Behalte beim Aussteigen deine Tür im Griff!: Kampagne sensibilisiert für die Gefahr von „Dooring“-Unfällen (2019-2020)

    Von 2019 bis 2020 machte der DVR mit Unterstützung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) mit der Kampagne „Kopf drehen, Rad Fahrende sehen!“ auf die Gefahr von "Dooring"-Unfällen aufmerksam. Ziel war es, Auto Fahrende und deren Mitfahrende zu sensibilisieren, beim Aussteigen auf sich von hinten nähernde Rad Fahrende und andere Verkehrsteilnehmende wie E-Scooter Fahrende zu achten und damit die Gefahr von „Dooring“-Unfällen zu reduzieren.

    Digitale Produkte der Kampagne können weiterhin auf der Kampagnen-Webseite (siehe dazu rechts "Downloads"). Unter dem Stichpunkt "Kopf drehen, Rad Fahrende sehen!" finden Sie, unter anderem, im Jahr 2020 erstellte kurze Animationsfilme zum Thema. Auch stehen hier verschiedene Shareables, Infografiken und weitere Informationsmaterialien aus 2019 und 2020 zum Download bereit.

    Beschreibung der Kampagne (ARCHIV, Stand Ende 2020):

    "Schwere Verkehrsunfälle passieren selbst bei 0 km/h"

    Öffnen Auto Fahrende oder Mitfahrende die Autotür, ohne vorher in den Rück- und/ oder Seitenspiegel zu schauen und ohne den Schulterblick anzuwenden, haben sich von hinten nähernde Rad Fahrende und andere Verkehrsteilnehmende keine Chance, rechtzeitig zu bremsen. Im schlimmsten Fall prallen sie gegen die Tür und werden zu Fall gebracht. Bei diesen sogenannten „Dooring“-Unfällen erleiden Rad Fahrende dabei häufig schwere Kopf- oder Beinverletzungen. Schwere Verkehrsunfälle passieren so selbst bei 0 km/h.

    Bereits 2019 hat der DVR daher mit Unterstützung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) die Kampagne „Kopf drehen, Rad Fahrende sehen!“ gestartet.

    Animierte Kurzfilme sensibilisieren Auto Fahrende für die Gefahr

    2020 startet ein neues Maßnahmenpaket: So gibt es neue, animierte Aufklärungsfilmen, die auf den Social-Media-Kanälen des DVR (Facebook und Twitter) und auf YouTube ausgespielt werden. Die drei kurzen Clips zeigen die personifizierte Autotür in unterschiedlichen Situationen der Unachtsamkeit und Ablenkung, die auf Auto Fahrende übertragbar sind. Als Folge der mangelnden Aufmerksamkeit stellt sie sich unvermittelt vorbeikommenden Rad Fahrenden in den Weg und schon ist ein schwerer Unfall passiert. Auto Fahrende sollen mit den liebevoll gezeichneten Filmsequenzen auf die Gefahr von Dooring-Unfällen und ihre schlimmen Folgen aufmerksam gemacht werden. Zudem erinnern die Filme an die Pflicht andere nicht zu gefährden, wenn man aus dem Auto aussteigt.

    Partner unterstützen die Kampagne und erhöhen die Wirksamkeit

    Auch wurden neue Aufklärungsmaterialien entworfen, welche in Kooperation mit verschiedenen Partner (u.a. Dekra, TÜV, Europcar, ZDK und Euromaster) unter die Leute gebracht werden. Der Bundesverband Taxi und Mietwagen erinnert mit Kopfstützenbezügen mit der Aufschrift „Ob Fahrer oder Gast: beim Aussteigen Schulterblick nicht vergessen!“ vorsichtig zu sein.

    Tipps für Pkw Insassen

    Paragraph 14 Absatz 1 der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) besagt: „Wer ein- oder aussteigt muss sich so verhalten, dass eine Gefährdung anderer am Verkehr Teilnehmenden ausgeschlossen ist.” Dies gilt nicht nur alle, die das Fahrzeug führen, sondern auch die Insassen.

    Für alle Pkw Insassen gilt:

    • Vor dem Öffnen der Tür mit einem Blick über die Schulter sicherstellen, dass sich keine Rad Fahrenden von hinten nähern und gefährdet werden.
    • Öffnen Sie die Tür über Kreuz – zunächst nur einen Spalt weit. Das bedeutet: Wenn Sie auf der linken Seite sitzen, öffnen Sie die Tür mit der rechten Hand – und andersherum („holländischer Griff“).“
    • Nach dem Schulterblick die Tür erst vollständig öffnen, wenn keine Rad Fahrenden zu sehen sind oder gefährdet werden können.

    Für Fahrzeug Führende gilt zudem:

    • Vor dem Aussteigen aus dem Fahrzeug zunächst über einen Blick in die Spiegel und zusätzlich über die Schulter das rückwärtige Umfeld überprüfen.
    • Mitfahrende Erwachsene nach Möglichkeit auf den Schulterblick hinweisen und Kinder beim rücksichtsvollen Verlassen des Fahrzeuges unterstützen.

    Tipps für Rad Fahrende

    Für Rad Fahrende gilt:

    • Mit einem Mindestabstand von einem Meter aufmerksam an parkenden Fahrzeugen vorbei fahren.
    • Auf erste Signale z.B. erste Bewegungen der Insassen oder aufleuchtende Lichter im Fahrzeug achten, die das Aussteigen von Menschen aus dem Fahrzeug erkennen lassen und im Zweifelsfall langsamer fahren oder sogar anhalten.
    • Freiwillig zum Schutz von schweren Kopfverletzungen bei einem Unfall einen Helm tragen.

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    Videos

  • Kontakt:

    Paula Boks
    Referentin
    T.: 030 2266771 42
    E.: pboks[at]dvr.de

     

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