Daniela Stanek/DVR
DVR-Neujahrsempfang 2026
DVR startet mit erstem Neujahrsempfang ins Jahr 2026
Was hat Fußball mit Verkehrssicherheit zu tun? Mehr, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Unter dem Motto „Verkehrssicherheit: Im Abseits? Oder braucht es den Videobeweis?“ hat der DVR zu seinem ersten Neujahrsempfang in die Akademie der Künste am Pariser Platz in Berlin eingeladen. Vertreter*innen aus Politik, Verwaltung, Verbänden und Wirtschaft kamen zusammen, um gemeinsam auf das neue Jahr zu blicken und über eines der zentralen gesellschaftlichen Themen ins Gespräch zu kommen: Verkehrssicherheit.
In seiner Begrüßungsrede machte DVR-Präsident Manfred Wirsch deutlich, worum es an diesem Abend ging: Verkehrssicherheit dürfe kein Randthema bleiben. Sie betreffe alle Menschen und brauche Sichtbarkeit, Akzeptanz und einen offenen Dialog. Denn allzu oft entstehe der Eindruck, dass Verkehrssicherheit im öffentlichen Diskurs mitlaufe, statt das Spiel aktiv mitzugestalten. Dabei sei klar: Wer Verkehrssicherheit ins Abseits stelle, riskiere Menschenleben.
Respekt als gemeinsame Grundlage – Impuls von Deniz Aytekin
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Den inhaltlichen Anstoß des Abends lieferte Deniz Aytekin, DFB-Schiedsrichter des Jahres 2024. In seinem Impuls „Respekt ist alles – was auf und neben dem Platz zählt“ schlug er eindrucksvoll die Brücke zwischen Fußball und Verkehrssicherheit.
Im Sport wie im Straßenverkehr, so Aytekin, brauche es klare Regeln – nicht, weil sie allen gefallen, sondern weil sie schützen. Niemand wolle nach einem Spiel verletzt vom Platz getragen werden. Genauso wolle niemand im Straßenverkehr zu Schaden kommen. Respekt, Fairness und Verantwortung seien die Grundlage dafür, dass Regeln akzeptiert und eingehalten werden.
Besonders deutlich wurde dabei: Respekt ist kein Zeichen von Schwäche. Er setzt positive Energie frei, schafft Akzeptanz und macht Regeln wirksam – auf dem Spielfeld ebenso wie im Alltag auf der Straße.
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Auch Präsident Wirsch griff diesen Gedanken auf. Überwachung und Sanktionierung seien keine Drangsalierung, sondern Prävention. Sie schützten nicht nur diejenigen, die sich an Regeln halten, sondern auch jene, die Fehler machen. Wie der Videobeweis im Fußball stehe dies für Transparenz, Fairness und Nachvollziehbarkeit von Entscheidungen.
Der Abend machte deutlich: Verkehrssicherheit entsteht nicht durch abstrakte Zielbilder, sondern durch konkrete Entscheidungen, klare Rahmenbedingungen und das gemeinsame Verständnis, dass Regeln dem Schutz aller dienen.
Verkehrssicherheit sichtbar machen
Ergänzt wurde der Abend durch eine kleine Plakatausstellung, die zentrale Handlungsfelder der Verkehrssicherheitsarbeit sichtbar machte. Sie zeigt, dass Unfälle keine Zufälle sind, dass sichere Infrastruktur Leben rettet und dass der Schutz von Fuß- und Radverkehr ebenso wichtig ist wie der Schutz von Einsatzkräften.
Die Ausstellung unterstrich den Anspruch des DVR, Verkehrssicherheit nicht nur fachlich zu diskutieren, sondern auch kommunikativ präsent zu machen.
Der Abend zeigte: Verkehrssicherheit ist kein abstraktes Ziel. Sie entscheidet sich im Alltag – durch Aufmerksamkeit und Miteinander, klare Regeln, Konsequenz, wenn es nötig ist, und vor allem durch die Bereitschaft, Verantwortung gemeinsam zu tragen.
Mit dem Neujahrsempfang hat der DVR ein neues Format etabliert – als starken Auftakt ins Jahr 2026 und als klares Signal: Verkehrssicherheit gehört nicht ins Abseits, sondern in die Mitte unserer Gesellschaft.