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Neue Social Media-Kampagne #SichtbarIstSicher

Eine neue Social Media-Kampagne des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR) erklärt im November, wie wichtig es ist, zu sehen und gesehen zu werden. Sharepics, Motion Graphics und Videos zeigen auf Instagram, Facebook und Twitter humorvoll, wie alle Verkehrsteilnehmenden zu mehr Sichtbarkeit beitragen können. Zudem liefern sie spannende Hintergrundinformationen.

Zufußgehende besonders gefährdet

Die Kampagne unter dem #SichtbarIstSicher hat einen ernsten Hintergrund. „Im Januar, Februar, November und Dezember 2020 waren 10.128 Fußgängerinnen und Fußgänger an Unfällen mit Personenschaden beteiligt, im Durchschnitt etwa ein Viertel pro Monat mehr als im übrigen Jahr“, erläutert DVR-Pressesprecherin Julia Fohmann. Sie seien besonders gefährdet.

Mit der Kampagne wolle man u.a. auf diese Problematik aufmerksam machen, ohne den Zeigefinger zu erheben oder einzelnen Gruppen die Schuld zuzuweisen. Alle seien gefordert, mitzumachen.

Kfz- und Radfahrenden sowie Zufußgehenden gibt der DVR Tipps für mehr Sichtbarkeit in der dunklen Jahreszeit:

Sichtbarkeits-Tipps für Kfz-Fahrende

Besonders dramatisch sind die Folgen für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrende bei Kollisionen mit dem Kfz-Verkehr. Pkw- und Lkw-Fahrende sollten deshalb besonders aufmerksam fahren. Zudem gilt:

  • Saubere Scheiben von innen und außen.
  • Einwandfrei funktionierende Scheinwerfer.
  • Geschwindigkeit anpassen.
  • Immer auf Personen achten, die die Fahrbahn überqueren wollen, besonders beim Abbiegen an Kreuzungen und Einmündungen.

Sichtbarkeits-Tipps für Radfahrende

Für Radfahrende ist die Beleuchtung besonders wichtig, um zu sehen und gesehen zu werden.

  • Ein funktionierendes Vorder- und Rücklicht sind laut Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) vorgeschrieben. In der Praxis sind Halogen- oder LED-Scheinwerfer gängig.
  • Zur verkehrssicheren Ausrüstung zählen zudem Reflektoren nach vorn und hinten, an den Pedalen sowie seitlich an den Rädern.

Sichtbarkeits-Tipps für den Rad- und Fußverkehr

Rad- und Fußverkehr werden schneller wahrgenommen, wenn sie auffällige Kleidung in Weiß oder in kräftigen, leuchtenden Farben wie gelb, orange oder hellrot tragen.

  • Autofahrende sehen Personen mit heller Kleidung bereits aus rund 40 Meter Entfernung.
  • Personen in dunkler Kleidung werden von Autofahrenden erst ab einer Entfernung von unter 25 Metern erkannt.

 „Bei einer Vollbremsung aus 50 km/h beträgt der Anhalteweg jedoch etwa 28 Meter – zu spät für den Fahrer oder die Fahrerin, um rechtzeitig reagieren zu können.“ 

Julia Fohmann, Pressesprecherin, DVR 

Reflektierende Materialien für bessere Sichtbarkeit

Kleidung mit retroreflektierendem oder fluoreszierendem Material erhöht die Sichtbarkeit noch einmal mehr:

  • Verkehrsteilnehmende, die Kleidung mit retroreflektierendem Materialien tragen, sind schon auf weite Entfernung von bis zu 150 Metern zu erkennen. 
  • Fluoreszierendes Material wird durch Licht aufgeladen und leuchtet dadurch heller. 

Tipps beim Kauf von Kleidung

Beim Kauf der Kleidung und anderer retroreflektierender oder fluoreszierender Produkte wie Rucksäcke oder Schulranzen auf deren Zertifizierung durch Europäische Normen (EN-Normen) achten.

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