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Der 11. DVR-Förderpreis – Die Auszeichnung für exzellente Abschlussarbeiten

Innovative Forschungspotentiale für die Praxis nutzen

1. Preis: Robin Arlt
Sicherheit und Ergonomie während der Fahrt in Krankenkraftwagen nach DIN EN 1789 Typ C
Akkon - Hochschule für Humanwissenschaften Berlin (Bachelorarbeit)

Die Unfallwahrscheinlichkeit bei Rettungsfahrzeugen während eines Einsatzes mit Martinshorn und Blaulicht ist bis zu 8-mal höher als bei den gleichen Fahrzeugen ohne Noteinsatz. Dabei ist die Verletzungsgefahr für die Patienten und Helfenden im Rettungsraum auf dem Fahrzeug besonders hoch. Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich Robin Arlt in seiner Bachelorarbeit mit den Sicherheitsrisiken im Patientenraum und entwickelt darauf aufbauend konkrete Handlungsansätze - z.B. extra Fächer für Patienteneigentum, um umherfliegende lose Gegenstände zu reduzieren oder auch klappbare Mitfahrstühle für Angehörige, die mit Gurt ausgestattet sind.

2. Preis: Lena Wall
Eine ökonomische Bewertung der Potentiale und Umsetzungsszenarien von Nudges im Straßenverkehr
Westfälische Wilhelms-Universität Münster (Masterarbeit)

Lena Wall konzentriert sich in ihrer Masterarbeit auf die Berechnung zu Kosten und Nutzen von sogenannten Nudges. Mit Nudges sind Denk- und Handlungsanstöße gemeint, die bei der Entscheidungsfindung unterstützen. So treffen Verkehrsteilnehmende nicht selten falsche Einschätzungen, z.B. dass sich Zeit gewinnen ließe durch eine höhere Geschwindigkeit. Hier könnten Nudges in Form von Geschwindigkeitsrückmeldern ansetzen und somit den Verkehrsteilnehmenden zusätzliche Informationen für sichereres Verhalten liefern. Durch eine umfangreiche Kosten- und Nutzenaufstellung belegt Lena Wall, dass der Einsatz von Nudges geeignet wäre, Verkehrssicherheitsprogramme zu unterstützen.

3. Platz: Christian Graetz
Toter Winkel - Analyse und Maßnahmenvorschläge zur Konfliktvermeidung rechtsabbiegender Lastkraftwagen und geradeausfahrendem Radverkehr an unfallauffälligen Knotenpunkten in Berlin
Technische Universität Berlin (Masterarbeit)

Abbiegeunfälle mit Lkw enden häufig dramatisch. Doch wie können diese Unfälle vermieden werden? Christian Graetz schaut sich in seiner Masterarbeit dafür vier unfallauffällige Knotenpunkte in Berlin an und untersucht diese unfallanalytisch sowie fachlich auf deren bauliche, verkehrliche und betriebliche Umsetzung. Im Ergebnis stehen Maßnahmenvorschläge, wie der Ersatz von Lkw-Spiegeln durch Kameras, eine betriebliche Sonderphase für den rechtsabbiegenden Kfz-Verkehr oder auch das Projizieren von Warnhinweisen auf die Straße per Scheinwerfer.

Die Juroren:

Dr. Torsten Kunz, Leiter der Abteilung Prävention der Unfallkasse Hessen
Jochen Lau, Beratung I Seminare I Training, Sankt Augustin
Professor Dr. Rüdiger Trimpop, Lehrstuhl Arbeits-, Betriebs- und Organisationspsychologie, Friedrich-Schiller-Universität Jena

Der Förderpreis wird unterstützt von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung.

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