20 Jahre „Hat’s geklickt“: Erfolgsaktion von DVR und BG Verkehr bei der IAA am Start

Während der IAA Nutzfahrzeuge 2002 warben der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) und die BG Verkehr erstmals gemeinsam mit anderen Organisationen für die Nutzung des Sicherheitsgurtes in Lkw. Seitdem hat die Aktion viele Fahrerinnen und Fahrer zum Umdenken bewegt. Doch am Ziel ist „Hat's geklickt?“ noch nicht.

Für viele Berufskraftfahrerinnen und -fahrer ist eine Runde mit dem Gurtschlitten oder dem Überschlagssimulator ein heilsamer Schreck. Ohne sich selbst in Gefahr zu bringen, bekommen sie zu spüren, welche Kräfte bei einem Auffahrunfall oder einem Überschlag des Fahrzeugs auf sie wirken. Ein Erlebnis, das selbst Gurtmuffel zum Umdenken bringt. Auch während der IAA Transportation vom 20. bis 25. September in Hannover sind die erprobten Geräte dabei: Auf dem Freigelände (Stand F79) werben der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) und die BG Verkehr gemeinsam für das Angurten im Lkw und anderen Nutzfahrzeugen.

„Ein Gurt verhindert keinen Unfall, er mindert aber die Unfallfolgen, die ohne Gurt öfter tödlich enden“, sagt DVR-Präsident Prof. Dr. Walter Eichendorf. Auch die BG Verkehr wirbt bei Ihren Mitgliedsunternehmen und Versicherten für einen Standbesuch. „Das Erlebnis ist beeindruckend, wer einmal am eigenen Körper erfahren konnte, wie der Gurt schützt, wird darauf nicht mehr verzichten“, betont Dr. Klaus Ruff, stellvertretender Präventionsleiter der BG Verkehr. Der Gurtschlitten simuliert einen Auffahrunfall bei relativ niedriger Differenzgeschwindigkeit – ohne Gurt würde die Fahrerin bzw. der Fahrer an die Scheibe prallen oder im Ernstfall sogar aus dem Fahrzeug geschleudert. Im Überschlagsimulator hängt der Fahrende für kurze Zeit kopfüber im Gurt – ebenfalls ein einprägsames Erlebnis.

BG Verkehr und DVR feiern in diesem Jahr das 20-jährige Jubiläum der Aktion „Hat's geklickt?“  Der Grund für den Start der Gurtaktion im Jahr 2002: Die in der Straßenverkehrsordnung und der Straßenverkehrszulassungsordnung verankerte Anschnallpflicht wurde 1992 durch den verpflichtenden Einbau von Sicherheitsgurten in neuzugelassenen Lkw umgesetzt und wurde besonders von dem Fahrpersonal schwerer Lkw anfangs nicht akzeptiert. „Vor 20 Jahren hatten wir eine Angurtquote von 15 Prozent“, erinnert sich Ruff. Inzwischen sind nach den offiziellen Zahlen des Bundesamtes für Straßenwesen (BASt) fast 90 Prozent der Berufskraftfahrer mit Gurt unterwegs. „Dazu hat die Aktion „Hat's geklickt?“ einen wichtigen Beitrag geleistet“, sagt DVR-Präsident Eichendorf.

Am Ziel sehen sich die Initiatoren dennoch nicht. Nicht nur weil auch noch die letzten zehn Prozent der Fahrer und Fahrerinnen vom Angurten überzeugt werden müssen. Auch bei Quereinsteigerinnen und -einsteiger muss der Gedanke verankert werden, dass der Gurt auch für einen Profi am Lenkrad einfach dazugehört. Außerdem geben zahlreiche Fahrerinnen und Fahrer in Gesprächen zu, gelegentlich auf den Gurt zu verzichten, wenn sie sich „sicher fühlen“. Diese Gruppe wollen BG Verkehr und DVR erreichen und für eine permanente Nutzung des Gurtes werben. Deshalb sind Gurtschlitten und Überschlagsimulator auch das ganze Jahr über im Einsatz. Allein in den Jahren 2002 bis 2008 machten rund 100.000 Interessenten ihre Anschnallerfahrung, mittlerweile dürften es nahezu 300.000 sein.

Neben Auftritten bei Branchengroßveranstaltungen wie der IAA Transportation und dem Truck Grand Prix sind die Moderatorenteams mit den Simulatoren auch an Raststätten und Autohöfen anzutreffen. Mitgliedsunternehmen der BG Verkehr können die Geräte zu Schulungszwecken buchen.

Über die BG Verkehr
Die BG Verkehr ist die gesetzliche Unfallversicherung für die Verkehrswirtschaft, Post-Logistik und Telekommunikation. Bei ihr sind rund 1,6 Millionen Menschen versichert. Sie berät in den mehr als 200.000 Mitgliedsunternehmen zur Prävention und sorgt nach Arbeitsunfällen und bei Berufskrankheiten für die Behandlung, Rehabilitation und Entschädigung ihrer Versicherten. Die Verbesserung der Verkehrssicherheit ist ihr dabei ein wichtiges Anliegen.