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DVR Newsletter
"Zielbild Vision Zero - investieren, vernetzen, Leben schützen"
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UNSERE THEMEN IN DIESER AUSGABE
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© Fabian Melber/DVR
Rückblick
Parlamentarischer Abend des DVR und der DVW
Unter dem Titel „Zielbild Vision Zero – investieren, vernetzen, Leben schützen“ luden der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) und die Deutsche Verkehrswacht (DVW) am 15.10.2025 zum Parlamentarischen Abend in die Landesvertretung Brandenburg beim Bund ein. Die Veranstaltung nutzte den emotionalen Aufhänger der aktuellen ARD-Serie „113“, um auf die Dringlichkeit der Verkehrssicherheitsarbeit hinzuweisen. Die Zahl 113 steht für die durchschnittliche Anzahl an Personen, die direkt von einem tödlichen Verkehrsunfall betroffen sind.
DVR-Präsident Manfred Wirsch betonte, dass diese erschreckend hohe Zahl der Verkehrstoten und Betroffenen nicht hinnehmbar sei und die Umsetzung der Vision Zero größere Priorität brauche. Dieser Auffassung schloss sich auch der Parlamentarische Staatssekretär Christian Hirte in seiner Begrüßungsrede an. In einer Podiumsdiskussion diskutierten die für Verkehrssicherheit zuständigen Bundestagsabgeordneten kontrovers über Maßnahmen zur Verwirklichung der Vision Zero.
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Rückblick
11. Juristische Fachkonferenz
Die 11. Juristische Fachkonferenz des DVR am 16.10.2025 befasste sich aus aktuellem Anlass mit den Zollabkommen mit den USA und deren potenzielle Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit, insbesondere im Hinblick auf Sicherheitsstandards bei Fahrzeugimporten und -zulassungen. Der anschließende Themenblock fasste das Schwerpunktthema „Arbeitsplatz Straße“ auf und setzte Schlaglichter auf die Arbeitsbedingungen in der Logistik, speziell in den Bereichen Lkw-Verkehr und Schnelllieferdienste. Auch die Herausforderungen für Kontrollen von Verstößen wurden von Vertreterinnen und Vertretern des Bundesamts für Logistik und Mobilität (BALM) sowie der Polizei dargestellt.
Alle Informationen und einen Mitschnitt gibt es hier.
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Landstraßen-Kampagne „Fahr Sicher!“
Edutainment für mehr Sicherheit auf der Landstraße
Wie häufig sind eigentlich Baumunfälle auf der Landstraße? Wie kommen alle nach der Party sicher nach Hause? Und wie lautete nochmal die Faustformel zum Abstand-Halten?
Die neuen Social-Media-Videos der Landstraßen-Kampagne verbinden Aufklärung mit Unterhaltung – kurz, informativ und aufmerksamkeitsstark. Mit diesem Edutainment-Format wird die Verkehrssicherheit auf der Landstraße spannend, verständlich und ganz nah an der Zielgruppe junger Menschen auf TikTok und Instagram vermittelt.
Was das Ganze mit zwei Elefanten zu tun hat? Erfahren Sie hier.
Die Landstraßen-Kampagne wird vom Bundesministerium für Verkehr (BMV) und der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) unterstützt.
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Aftermovie
So war die Roadshow der "High fährt nicht. High lässt fahren"-Kampagne
Vom 9. September bis 2. Oktober 2025 tourte der Truck der "High fährt nicht. High lässt fahren"-Kampagne über 2.000 km durch das Land. In München, Köln, Berlin und Hamburg wurden über 1.000 junge Schülerinnen, Schüler und Auszubildende mit einem Pkw- und E-Scooter-Fahrsimulator, Rauschbrillen-Parcours und einer Reaktionswand über die Gefahren von Cannabis am Steuer aufgeklärt.
Zum Aftermovie
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Nur 5 % sichere Wege
Ergebnisse des ACE-Schulweg-Indexes
Der ACE Auto Club Europa hat in seiner 20. Clubinitiative unter dem Motto „Easy Going“ die Sicherheit von rund 49.000 Schulwegen an 167 Grundschulen in Deutschland untersucht – mit alarmierendem Ergebnis: Nur 5 % der Wege wurden als sicher bewertet, fast ein Drittel (30 %) war mangelhaft und 6 % sogar gefährlich. Der neue ACE-Schulweg-Index 2025 zeigt, dass viele Kinder täglich Risiken auf dem Weg zur Schule ausgesetzt sind.
Ein Hauptproblem sind die Elterntaxis. Bei 6.422 beobachteten Fahrten verstießen 41 % gegen Verkehrsregeln – am häufigsten durch Halten im Halteverbot, in Einfahrten oder auf Gehwegen. Nur zwei Schulen zeigten vollständig regelkonformes Verhalten der Eltern. Zwischen den Bundesländern gibt es große Unterschiede: In Sachsen war der Bringverkehr am sichersten, im Saarland und Rheinland-Pfalz am schlechtesten.
Auch die Infrastruktur vor Schulen weist Schwächen auf: Zwar gilt vor 92 % der Schulen Tempo 30, doch nur 6 % verfügen über verkehrsberuhigte Bereiche. In 8 % der Fälle fehlen Querungshilfen ganz. Die besten Bewertungen erhielten Schulen in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg, die schlechtesten in Rheinland-Pfalz und dem Saarland.
Der ACE fordert gemeinsam mit dem DVR entschlossenes Handeln von Politik, Kommunen, Schulen und Eltern. Notwendig seien sichere Infrastrukturen, konsequente Kontrollen und mehr Aufklärung über Risiken durch Elterntaxis. DVR-Präsident Manfred Wirsch mahnt: „Nur fünf Prozent der Schulwege sind sicher – das ist inakzeptabel. Wir müssen jetzt handeln, um jedes Kind auf seinem Weg zur Schule zu schützen.“
Zur Pressemitteilung
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Führerscheinreform
Verkehrssicherheit und Führerscheinkosten dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden
Der DVR begrüßt die von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder angekündigte Reform des Führerscheinrechts, mahnt aber zur Vorsicht: Die Kosten für die Fahrausbildung dürften nicht durch Sicherheitsabstriche reduziert werden. DVR-Präsident Manfred Wirsch betont, die Bezahlbarkeit des Führerscheins sei wichtig, dürfe jedoch „nicht auf Kosten der Sicherheit“ gehen.
Konkret schlägt der DVR vor, Simulatoren gezielt in der Ausbildung einzusetzen – etwa zum Erlernen des Schaltvorgangs oder für bis zu zwei der fünf vorgeschriebenen Überlandfahrten, sofern dies nach pädagogischen Standards und mit geeigneter Technik erfolgt. Auch digitale Elemente im Theorieunterricht könnten den Lernprozess unterstützen, allerdings nur in begrenztem Umfang.
Ziel sei eine abwechslungsreiche, individuell angepasste Ausbildung mit klaren Schwerpunkten. Dazu fordert der DVR ein transparentes Curriculum mit regelmäßigen Lernstandserfassungen. Zudem sollte geprüft werden, ob bestimmte Grundfahraufgaben durch alternative Übungen ersetzt werden können.
Eine klare Absage erteilt Wirsch allen Überlegungen zu einer „Laienausbildung“ ohne professionelle Fahrschulen – diese sei aus guten Gründen bereits seit 1986 verboten.
Zur Pressemitteilung
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Europa
Niederlande testet Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Radwegen
Ab 2026 dürfen niederländische Städte und Gemeinden erstmals Tempolimits auf Radwegen erproben. Ziel ist es, die Zahl der Fahrradunfälle zu senken – ein Drittel aller Verkehrstoten im Land sind Radfahrende. Der Plan ist Teil einer neuen nationalen Strategie für mehr Fahrradsicherheit, die auch eine Helm-Offensive umfasst: Innerhalb von zehn Jahren soll der Anteil der Helmtragenden von derzeit 4 % auf 25 % steigen.
Zudem sollen Kommunen testen, ob elektrische Lastenräder künftig auf Hauptstraßen statt auf Radwegen fahren sollten. Das Institut für Verkehrssicherheit betont jedoch, dass die größten Sicherheitsgewinne durch bessere Radinfrastruktur erzielt würden – etwa durch glatte Beläge und freie Radwege.
Zum Artikel
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Preisverleihung
„Excellence in Road Safety Awards 2025“
Am 27.10.2025 wurde der Preis "Excellence in Road Safety Awards" im Rahmen der Europäischen Charta für Verkehrssicherheit verliehen. Bei der Europäischen Charta für Verkehrssicherheit handelt es sich um eine Initiative der Europäischen Kommission mit dem Ziel, die Zivilgesellschaft umfassend in wichtige Fragen der Straßenverkehrssicherheit einzubinden und sie für alle Menschen nachhaltig zu verbessern. Europaweit unterstützen bereits etwa 4.000 Einrichtungen aus dem öffentlichen oder auch aus dem privaten Sektor diese gemeinsame Aktion.
In den fünf Kategorien Urban, Driving Under the Influence and Distraction, Education, Older People und Technology wurde jeweils ein Projekt ausgezeichnet.
Zu den Gewinner-Projekten
Zu den Kurzvideos der nominierten Projekte
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© Landeshauptstadt Kiel
Veloroute 10 in Kiel
Die Veloroute 10 gilt als Kiels erste Premiumroute – und auch zu Fuß Gehende schätzen sie als ruhige und grüne Verbindung und dürfen gemäß der Straßenverkehrsordnung auf ihr am Rand gehen. Doch durch die starke Nutzung der Route durch Radfahrende und zu Fuß Gehende stieg die Zahl der Konflikte. Radfahrende nahmen teilweise wenig Rücksicht auf zu Fuß Gehende, die wiederum wollten gerne neben- und nicht nur hintereinander unterwegs sein.
Bereits beim Bau der Veloroute wurde für stärker frequentierte Abschnitte ein separater Gehweg vorgesehen, an anderen Abschnitten zeigte sich der Bedarf erst im Nachhinein. Seitdem wird das Projekt Veloroute 10 kontinuierlich an die Bedürfnisse von Rad- und Fußverkehr angepasst und um Maßnahmen eigens für den Fußverkehr ergänzt. Aufgrund des modellhaften Charakters der Veloroute 10 haben sich viele Erkenntnisse erst im laufenden Betrieb ergeben, wodurch die Landeshauptstadt Kiel fortlaufend Verbesserungen umgesetzt hat.
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Sicher zu Fuß und per Rad im ländlichen Raum
Infrastruktur attraktiv gestalten
Online-Seminar für Planung und Verwaltung
04.-06. November 2025
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Fahrlehrerkongress
14.-15. November 2025 in Berlin
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Miteinander statt Gegeneinander: Der ALRad Verkehrsversuch auf der S 154 als Alternative zum straßenbegleitenden Radweg
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Sicher zu Fuß und per Rad im ländlichen Raum
Infrastruktur attraktiv gestalten
Online-Seminar für Planung und Verwaltung
02.-04. Dezember 2025
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DVR Arena
09. Dezember 2025 in Berlin
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Web-Seminar zum Thema „Sichere und bedarfsgerechte Infrastruktur für den ÖPNV“
11. Dezember 2025
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Technik
Vermeidung von Blendung im Straßenverkehr
Blendung im Straßenverkehr ist besonders in der dunklen Jahreszeit ein häufiges Risiko. Tiefer Sonnenstand, nasse Straßen oder helle LED- und Xenon-Scheinwerfer können die Sicht stark beeinträchtigen. Falsch eingestellte oder verschmutzte Scheinwerfer sowie schmutzige Scheiben verstärken den Effekt – vor allem ältere Fahrende reagieren empfindlicher auf grelles Licht.
"Die Lichttechnik hat in den vergangenen 60 Jahren große Fortschritte gemacht. Dadurch haben sich Sicht und Wahrnehmung deutlich verbessert, aber die Blendung hat ebenfalls zugenommen", sagt Barend Hauwetter als Referatsleiter Fahrzeugtechnik vom DVR.
Wer Blendung vermeiden will, sollte regelmäßig die Scheinwerfereinstellung prüfen, Scheiben und Spiegel sauber halten und bei Bedarf den Innenspiegel abblenden. Wird man dennoch geblendet, hilft es, den Blick auf den rechten Fahrbahnrand zu richten und das Tempo zu reduzieren. Moderne Assistenzsysteme wie automatisch abblendende Spiegel oder adaptive Lichtsysteme können zusätzlich unterstützen.
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Achtung bei Verkleidungen
Fahrende müssen erkennbar bleiben
Verkleidung im Auto zur Halloween-Party ist grundsätzlich erlaubt – allerdings nur unter Bedingungen: Die Fahrenden müssen erkennbar bleiben, und die Bewegungsfreiheit sowie das Sicht- und Hörvermögen dürfen nicht eingeschränkt sein.
Zahlreiche Kostüm-Elemente können problematisch werden: Übergroße Hüte oder Masken, die die Sicht behindern, oder klobige Schuhe, die das Pedalbedienen erschweren, und können Bußgelder bis etwa 60 Euro nach sich ziehen. Noch gravierender: Bei einem Unfall kann die Versicherung die Leistung wegen grober Fahrlässigkeit verweigern, wenn die Verkleidung die Fahrfähigkeit beeinträchtigt hat.
Auch starkes Makeup bzw. Maskierung, sodass der Fahrende kaum noch erkannt werden kann, zieht Konsequenzen nach sich – etwa kann die Behörde bei einem Blitzerfoto ein Fahrtenbuch als Auflage verhängen oder den Fahrzeughaltenden zur Angabe des Fahrenden auffordern. Die Empfehlung: Kostüm und Maske erst am Zielort anlegen, nicht während der Fahrt – so bleibt man auf der sicheren Seite.
Den vollständigen Artikel lesen Sie hier
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Deutscher Verkehrssicherheitsrat (DVR) e. V.
German Road Safety Council | Jägerstraße 67 - 69 | 10117 Berlin
Tel.: +49 (0)30 22 66 77 1-0 | Fax: +49 (0)30 22 66 77 1-29
VisdP: Stefan Grieger, Hauptgeschäftsführer
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Bildnachweise: Titelbild DVR, Bilder ohne nähere Angaben: Adobe Stock, BMDV, DVR, Pixabay
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