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Unfälle an Bahnübergängen

Im Jahr 2016 wurden 140 Unfälle auf Bahnübergängen der Deutschen Bahn registriert. Dabei kamen 28 Menschen ums Leben. Über 90 Prozent der Kollisionen sind auf das Fehlverhalten der Straßenverkehrsteilnehmer zurückzuführen. Leichtsinn, Unaufmerksamkeit und Unkenntnis sind die häufigsten Ursachen.

Umfragen zeigen, dass viele Menschen gar nicht wissen, was das Andreaskreuz oder andere Sicherungsanlagen am Bahnübergang bedeuten. Eine fatale Wissenslücke – immerhin kreuzen sich Straße und Schiene bundesweit rund 17.000 Mal. Züge haben wegen ihrer großen Masse und der hohen Geschwindigkeiten einen sehr viel längeren Bremsweg als ein Pkw. Bis zu 1.000 Meter benötigt etwa ein 100 km/h schneller Reisezug zum Anhalten. Hinzu kommt, dass Schienenfahrzeuge spurgebunden sind und gerade moderne Züge aufgrund ihrer Fahreigenschaften vergleichsweise spät gehört werden können.

Mit der Kampagne „sicher drüber“ möchten die Deutsche Bahn, der ADAC, die Unfallversicherung Bund und Bahn (UVB) und die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) in Zusammenarbeit mit der Bundespolizei über die Gefahren an Bahnübergängen informieren. Die Zahl der Bahnübergangsunfälle konnte seit dem „sicher drüber“-Start im Jahr 2002 von 294 auf zuletzt 140 gesenkt werden.

„sicher drüber“ finden Sie im Internet unter deutschebahn.com/sicherdrueber. Auch die Kampagne „Runter vom Gas“, die das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) gestartet haben, beschäftigt sich mit dem Thema unter www.runtervomgas.de.

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Grafik: DVR
Zahlen: DB AG