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Unfälle an Bahnübergängen

Im Jahr 2015 registrierte das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) 154 Unfälle auf Bahnübergängen in Deutschland. Nach Angaben der Deutschen Bahn endet ein Viertel dieser Unfälle tödlich. Über 90 Prozent der Kollisionen sind auf das Fehlverhalten der Straßenverkehrsteilnehmer zurückzuführen. Leichtsinn, Unaufmerksamkeit und Unkenntnis sind die häufigsten Ursachen.

Umfragen zeigen, dass viele Menschen gar nicht wissen, was das Andreaskreuz oder andere Sicherungsanlagen am Bahnübergang bedeuten. Eine fatale Wissenslücke – immerhin kreuzen sich Straße und Schiene bundesweit mehr als 17.000 Mal. Züge haben wegen ihrer großen Masse und der hohen Geschwindigkeiten einen sehr viel längeren Bremsweg als ein Pkw. Bis zu 1.000 Meter benötigt etwa ein 100 km/h schneller Reisezug zum Anhalten. Hinzu kommt, dass Schienenfahrzeuge spurgebunden sind und gerade moderne Züge aufgrund ihrer Fahreigenschaften vergleichsweise spät gehört werden können.

Mit der Kampagne „sicher drüber“ möchten die Deutsche Bahn, der ADAC, die Unfallversicherung Bund und Bahn (UVB) und die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) in Zusammenarbeit mit der Bundespolizei über die Gefahren an Bahnübergängen informieren. Die Zahl der Bahnübergangsunfälle konnte seit dem „sicher drüber“-Start im Jahr 2002 von 294 auf zuletzt 172 gesenkt werden.

„sicher drüber“ finden Sie im Internet unter deutschebahn.com/sicherdrueber. Auch die Kampagne „Runter vom Gas“, die das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) gestartet haben, beschäftigt sich mit dem Thema unter www.runtervomgas.de.



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Grafik: DVR
Zahlen: DB AG


Downloads (DB AG):

Themendienst Bahnübergänge (PDF, 187 kB)

So verhält man sich korrekt an Bahnübergängen (PDF, 156 kB)

Flyer Sicher drüber (PDF, 873 kB)

Infografik: Schranken schließen nicht ohne Grund! (PDF, 573 kB