Senioren sind am liebsten mit dem Auto unterwegs

forsa-Umfrage zur Mobilität älterer Verkehrsteilnehmer

Grafik 1: Häufigste Fortbewegungsarten von Autonutzern ab 65 Jahren
Grafik 1: Häufigste Fortbewegungsarten von Autonutzern ab 65 Jahren
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Bonn, 28. November 2012 – Die Generation 65 plus will möglichst ein Leben lang mobil sein, denn das ermöglicht ihnen soziale Teilhabe und Lebensqualität. Fast allen älteren Autonutzern* (93 Prozent) ist es sehr wichtig oder wichtig, dass sie sich selbstständig mit dem Auto fortbewegen können. Das hat eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts forsa im Auftrag des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) ergeben. Befragt wurden 1.002 Autonutzer ab 65 Jahren. 85 Prozent von ihnen sind vor allem mit dem eigenen Fahrzeug unterwegs, nur zehn Prozent werden zumeist von anderen mitgenommen (Grafik 1).

Wichtig: Fahrtüchtigkeit regelmäßig überprüfen

Grafik 2: Gründe für freiwillige Führerscheinabgabe bei Personen ab 65 JahrenGrafik 2: Gründe für freiwillige Führerscheinabgabe bei Personen ab 65 Jahren
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Insgesamt besitzen mehr als zwei Drittel der über 65-Jährigen einen Führerschein, ein Drittel fährt fast täglich Auto. „Selbstbestimmte Mobilität wird in einer alternden Gesellschaft immer wichtiger für das soziale Leben“, sagt DVR-Präsident Dr. Walter Eichendorf. „Viele Gesundheitsbeeinträchtigungen stellen sich jedoch schleichend ein und werden von Autofahrern deshalb erst spät wahrgenommen.“

Laut forsa-Studie wären vier Fünftel (82 Prozent) der befragten Senioren bereit, auf ihren Führerschein zu verzichten, wenn sie nicht mehr sicher fahren könnten (Grafik 2). In der Praxis spricht jedoch nur jeder zehnte ältere Autofahrer seinen Arzt auf das Thema „Gesundheit am Steuer“ an (Grafik 3).

„Einen einheitlichen Gesundheitscheck für Autofahrer gibt es in Deutschland nicht. Daher sollten ältere Autofahrer ihren Hausarzt darauf ansprechen, dass sie ihren Gesundheitszustand mit Blick auf ihre Fahrtüchtigkeit überprüfen lassen wollen“, rät DVR-Präsident Eichendorf.

Grafik 3: Gespräche mit dem Hausarzt zu Fahrtüchtigkeit bei Personen ab 65 JahrenGrafik 3: Gespräche mit dem Hausarzt zu Fahrtüchtigkeit bei Personen ab 65 Jahren
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Der DVR, unterstützt vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), hat im Herbst 2012 die „Aktion Schulterblick. Bewusst und sicher mobil“ gestartet, die auf die Notwendigkeit von freiwilligen Gesundheitschecks für ältere Autofahrer im Straßenverkehr aufmerksam macht (www.dvr.de/schulterblick). Die Kampagne nennt die wichtigsten Ansprechpartner, bietet einen Online-Selbsttest und weitere Informationen rund um das Thema sichere Mobilität. Ziel ist es, Autofahrer zu unterstützen – damit sie möglichst lange und unfallfrei mit dem Auto unterwegs sein können.

* Befragt wurden Menschen ab 65 Jahre, die im Haushalt ein Auto haben, das sie auch selber nutzen.



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