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Europa: 500 Verkehrstote pro Woche zu beklagen

Brüssel, 12. April 2018 – Nach Berechnungen des Europäischen Verkehrssicherheitsrates (ETSC) scheint das Ziel, die Zahl der Verkehrstoten in Europa von 2010 bis 2020 zu halbieren, in weite Ferne zu rücken. Der ETSC fordert deshalb konkrete Schritte in der Gesetzgebung.

Die 28 EU-Mitgliedstaaten erreichten zwischen 2010 und 2017 einen Rückgang um 20 Prozent bei den Getötetenzahlen – 38 Prozent wären nötig gewesen, um einen der Zielsetzung entsprechenden Trend zu entwickeln. Allein 2017 kamen im Schnitt immer noch 500 Menschen pro Woche bei Verkehrsunfällen auf europäischen Straßen ums Leben.

ETSC-Geschäftsführer Antonio Avenoso richtete mahnende Worte in Richtung Europäische Kommission und erinnerte an das lang erwartete Maßnahmenpaket: „Es ist höchste Zeit zu handeln. Wir fordern höhere Fahrzeugstandards wie die verpflichtende Ausstattung mit Notbrems- und Geschwindigkeitsassistenten sowie bessere Regelungen für sichere Infrastruktur und einen Rahmen für automatisiertes Fahren.“ Der ETSC rief außerdem alle Mitgliedstaaten auf, unverzüglich zu handeln und etwa die Verkehrsüberwachung zu verschärfen.

Quelle: ETSC