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ETSC warnt vor Lockerung bei Berufskraftfahrer-Qualifikation

Brüssel, 5. Dezember 2017 – Berufskraftfahrer in Europa, die lediglich einen Umkreis von 100 Kilometern befahren, sollen von einer zusätzlichen Erst- und Weiterbildung ausgenommen werden. Diese Pläne verfolgt der Verkehrsausschuss des Europäischen Parlamentes. Der Europäische Verkehrssicherheitsrat ETSC warnt vor den Folgen einer Gesetzesänderung.

Eine große Zahl von Lkw, so der ETSC, könnte künftig von Fahrerinnen und Fahrern gesteuert werden, die zusätzlich zu ihrem Lkw-Führerschein keine weitere Qualifikation erhalten haben. Derzeit ist eine Fortbildung im Abstand von fünf Jahren vorgeschrieben.

Vergangenen Monat stimmte das EU-Parlament über einen Vorschlag der Europäischen Kommission ab, die Regelungen des „Driver Certificate of Professional Competence“ (CPC) zu überarbeiten. Der Änderungsantrag besagt, dass die Ausnahme nur für Fahrerinnen und Fahrer gelten sollte, deren „Haupttätigkeit“ grundsätzlich nicht das Fahren ist. Dies könnten etwa Handwerker sein, die europaweit auch von den Vorschriften für Lenk- und Ruhezeiten mit einer vergleichbaren 100-Kilometer-Radius-Regelung ausgenommen sind.

Quelle: Verkehrsrundschau