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USA: Sieben Prozent mehr Verkehrstote im Jahr 2015

Washington, D.C., 31. August 2016 – 35.092 Menschen kamen im Jahr 2015 bei Verkehrsunfällen auf US-amerikanischen Straßen ums Leben. Im Vergleich zu 2014 war dies ein Anstieg um 7,2 Prozent, der einen 50 Jahre währenden Abwärtstrend beendete. Die Zahl der Verletzten erhöhte sich um 4,5 Prozent auf rund 2,4 Millionen. Ursache für die gestiegenen Unfallzahlen, so die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA, sei auch das erhöhte Verkehrsaufkommen.

Insgesamt nahm die Polizei im Jahr 2015 knapp 6,3 Millionen Unfälle im Straßenverkehr auf – und damit 3,8 Prozent mehr als 2014. Die Summe der Unfälle, bei denen Menschen zu Schaden kamen, stieg um 4,1 Prozent auf 1,7 Millionen. Die Zahl der Sachschadensunfälle erhöhte sich um 3,7 Prozent auf 4,6 Millionen.

Als beunruhigend gelten die gestiegenen Getötetenzahlen unter den Motorradfahrenden (4.976, + 8,3 Prozent), den Zufußgehenden (5.376, + 9,5 Prozent) sowie den Fahrradfahrenden (818, + 12,2 Prozent). Als Fahrende oder Mitfahrende im Pkw verloren 22.441 Menschen ihr Leben (+ 6,6 Prozent). Rund die Hälfte der tödlich Verunglückten im Pkw hatte keinen Sicherheitsgurt angelegt. Bei jedem dritten tödlichen Verkehrsunfall waren Alkohol oder nicht angepasste Geschwindigkeit die Ursache. Jeder zehnte Unfall mit Todesfolge war auf Ablenkung zurückzuführen.

Die Verkehrsleistung lag um 3,5 Prozent höher als im Vorjahr. Ein Anstieg der Beschäftigung sowie niedrige Kraftstoffpreise, so die NHTSA, hätten dazu geführt, dass die Menschen öfter und länger sowohl beruflich als auch privat mit dem Auto gefahren seien. Dies beträfe auch junge Fahrerinnen und Fahrer, die ein stark erhöhtes Unfallrisiko aufweisen.

Quelle: NHTSA