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Österreich: Drogenvortestgeräte im Pilotprojekt

Wien, 9. Februar 2011 – Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) und die Bundespolizei Wien wollen künftig schärfer gegen Drogen im Straßenverkehr vorgehen. Ab März sollen mobile Drogenvortestgeräte testweise angewendet werden.

Bei Fahrzeugkontrollen kommen in einem Feldversuch zunächst so genannte Frenzelbrillen zum Einsatz. Sie beeinträchtigen die Sicht des angehaltenen Autofahrers mit 15 Dioptrien und ermöglichen eine genaue Beobachtung der Augenbewegungen. Dem Betroffenen wird dabei ins Auge geleuchtet und die Reaktion der Pupille beobachtet. Noch ist jedoch unklar, ob mögliche anderweitige Erkrankungen für auffällige Abweichungen verantwortlich sein könnten. Während der Testphase sollen die Polizeibeamten von Amtsärzten begleitet werden.

Im vergangenen Jahr stoppte die österreichische Polizei insgesamt 1.094 Autofahrer unter Drogeneinfluss. Das waren 16,4 Prozent mehr als noch im Jahr 2009. Laut KfV liegt die Dunkelziffer um ein Vielfaches höher.

Quelle: Der Standard