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Schweiz: 0,5 Promille-Grenze hat sich bewährt

Basel, 6. Januar 2010 – Die in der Schweiz vor fünf Jahren eingeführte 0,5 Promille-Grenze für Alkohol im Straßenverkehr hat sich nach Meinung von Experten bewährt. So ging die Zahl der bei Alkoholunfällen getöteten Personen um bis zu 30 Prozent zurück. Alkoholisiertes Fahren gilt längst nicht mehr als Kavaliersdelikt.

Nach Angaben der Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) sank die Anzahl der Opfer von Alkoholunfällen bei Pkw-Insassen von 2004 zu 2005 um 25 Prozent. Die Unfallstatistiken bestätigen den Abwärtstrend auch für die folgenden Jahre. Verkehrsexperten betonen jedoch, dass verstärkte Polizeikontrollen nötig seien, um eine langfristige Wirkung zu garantieren. Laut einer Umfrage der bfu ist die Obergrenze von 0,5 Promille von 90 Prozent der Schweizer Bevölkerung akzeptiert. Ein absolutes Alkoholverbot für Fahranfänger und Lkw-Fahrer ist bereits geplant.

Der Höchstwert für die erlaubte Alkoholkonzentration im Blut liegt im europäischen Raum fast überall bei 0,5 Promille oder darunter. Einzig Großbritannien und Irland halten am Grenzwert von 0,8 Promille fest. In vielen Ländern Osteuropas ist das Fahren unter Alkoholeinfluss grundsätzlich verboten.

Quelle: Basler Zeitung