Menu Suche
 

TÜV SÜD: Medizinischer Cannabis kann Fahrtauglichkeit beeinträchtigen

München, 31. Januar 2017 – Medizinischer Cannabis (THC) kann bei chronischen Krankheiten helfen, die Beschwerden zu lindern. Für Patienteninnen und Patienten ist nach einem Konsum die Teilnahme am Straßenverkehr bedenklich, da THC die Fahrtauglichkeit erheblich beeinträchtigen kann. TÜV SÜD erläutert mögliche medizinische Auswirkungen und appelliert an die Eigenverantwortlichkeit der Patienten.

Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass ärztlich verordnete Mengen nicht über die gewünschte Wirkung hinausgehen. Dennoch können Nebenwirkungen wie Müdigkeit oder Konzentrationsschwächen auftreten. Mehr Vorsicht ist geboten, wenn Konsum und Dosierung in Eigenverantwortung erfolgen und das Medikament über die Atmung eingenommen wird. Dabei ist die Wirkstoffaufnahme von der Inhalationstiefe abhängig und somit schwieriger zu kontrollieren.

Aufgrund der individuellen Reaktion auf THC kann schwierig pauschal beurteilt werden, ab wann eine verkehrssicherheitsrelevante Beeinträchtigung besteht. TÜV SÜD rät, im Zweifel das Auto stehen zu lassen.

Quelle: TÜV SÜD