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UDV: Fahrradhelme können Kopfverletzungen verhindern oder mildern

Berlin, 14. Oktober 2014 – Fahrradhelme können die meisten lebensbedrohlichen Kopfverletzungen verhindern oder ihre Folgen lindern. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Unfallforschung der Versicherer (UDV) in Zusammenarbeit mit dem Institut für Rechtsmedizin München und dem Universitätsklinikum Münster. In Kollisionen mit Kraftfahrzeugen ist die Schutzwirkung bei höheren Geschwindigkeiten jedoch begrenzt.

Insgesamt wurden 543 Unfälle mit verletzten Radfahrern aus den Jahren 2012 und 2013 untersucht sowie der Datenbestand der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) genutzt. Von 117 tödlich verunglückten Radfahrern hatten nur sechs einen Helm getragen. In mehr als der Hälfte der tödlichen Unfälle trat ein Schädel-Hirn-Trauma auf. Von den Radfahrern mit schweren Kopfverletzungen trug keiner einen Helm. Über 50 Prozent aller verletzten Radfahrer verunglückten ohne Beteiligung weiterer Verkehrsteilnehmer.

Stürzt ein Radfahrer auf die Seite und prallt mit dem Kopf auf die Fahrbahn, reduziert ein Helm die auf den Kopf einwirkende Energie um zwei Drittel. Das Risiko einer schweren Gehirnerschütterung sinkt um etwa 30 Prozent. Beim Sturz über den Lenker und bei frontalem Kopfanprall wird für Helmträger eine Minderung des Risikos für eine Blutung unterhalb der harten Hirnhaut um mehr als 90 Prozent vorhergesagt. Bei der Kollision mit einem Auto dämpft ein Helm den Anprall für Schädel und Hirn deutlich, jedoch gelangt die Schutzwirkung heutiger Helme hier an ihre Grenzen.

Quelle: UDV