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KBA-Jahresbericht 2012: Steigerung bei Drogenverstößen

Flensburg, 7. Mai 2013 – 9,045 Millionen Personen waren zum Stichtag 1. Januar 2013 wegen Verkehrsübertretungen im Flensburger Verkehrszentralregister (VZR) erfasst. Dies geht aus dem Jahresbericht 2012 des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) hervor, den KBA-Präsident Ekhard Zinke gestern vorgestellt hat. Das bedeutet im Vergleich zum Vorjahr einen leichten Anstieg um 0,2 Prozent. Das VZR verzeichnete im abgelaufenen Jahr über 5,4 Millionen Mitteilungen über Verkehrsverstöße. Dabei lässt sich insgesamt ein Rückgang der Alkoholverstöße und eine Steigerung anderer Drogenverstöße feststellen. Die Zahl der registrierten und geahndeten Alkoholverstöße erreichte im vergangenen Jahr mit etwa 147.000 den tiefsten Stand seit 2004. Ganz anders verhält es sich bei den registrierten und geahndeten Drogenverstößen. Sie erreichen mit 31.600 im abgelaufenen Jahr den bisherigen Höchststand und liegen damit um 1.900 Verstößen über den Zahlen von 2009 (+6,4 Prozent).

Männer sind nach wie vor mit einem Anteil von 77,6 Prozent (7,0 Mio.) häufiger im VZR vertreten als Frauen (2,0 Mio., 22,4 Prozent). Über die Hälfte der registrierten Personen hat mindestens ein Geschwindigkeitsdelikt begangen.

6,5 Millionen – und damit zwei Drittel aller eingetragenen Personen – haben einen bis sieben Punkte. Rund 470.000 Personen sind mit acht bis 17 Punkten im VZR eingetragen. Der Frauenanteil in dieser Gruppe beträgt lediglich zehn Prozent. Für 13.000 Personen ergibt sich ein Punktestand von über 17 Punkten.

Insgesamt dominieren Fahrerinnen und Fahrer bis einschließlich 44 Jahre den Personenbestand im VZR.

Der Jahresbericht schaut jedoch nicht nur zurück, sondern wirft auch einen Blick nach vorn: „Obwohl lediglich fünf Prozent der Verkehrsteilnehmer aus dem Ausland kommen, sind sie zu 15 Prozent an den Verkehrsverstößen im Inland beteiligt“, erklärte Zinke. Die EU-weiten Bestrebungen zur Erhöhung der Sicherheit im Straßenverkehr erfahren ab November 2013 eine weitere Ausprägung durch den grenzüberschreitenden Halterdatenaustausch „Cross Border Exchange“. Dieser werde dafür Sorge tragen, dass schwerwiegende Verstöße über die Ländergrenzen hinweg geahndet werden können, so der KBA-Präsident. Das KBA übernehme in diesem Verfahren als nationale Kontaktstelle eine zentrale Rolle.

Quelle: KBA