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UDV: Jugendliche unterschätzen Gefahr von Drogen im Straßenverkehr

Berlin, 6. Mai 2011 – Eine Umfrage im Auftrag der Unfallforschung der Versicherer (UDV) hat ergeben, dass junge Autofahrer die Gefahren von Rauschmittelkonsum am Steuer unterschätzen. Jeder vierte junge Autofahrer wusste nichts von einem Drogenverbot im Straßenverkehr. Um die Verkehrssicherheit zu erhöhen, fordert die UDV intensivere Polizeikontrollen sowie die Konzentration auf bestimmte Zielgruppen.

Viele Fahrten unter Rauschmitteleinfluss finden statt, weil keine Alternative zum eigenen Pkw besteht. Dies gilt insbesondere für den ländlichen Raum. Drogenkonsumenten, so die Ergebnisse der Studie, denken selten an die Konsequenzen, reden sich die rechtlichen Folgen ihres Handelns schön und verschleiern die Gefahren. Viele unterschätzen die Langzeitwirkung von Drogen. Umgekehrt wünschten sich die Befragten ein besseres öffentliches Nahverkehrssystem in der Nacht.

Nach Ansicht der UDV führen intensivere Polizeikontrollen in Verbindung mit Aufklärungskampagnen zu kurzfristigen Erfolgen und sollten beibehalten werden. Besser erforscht werden soll außerdem eine bestimmte „Gefährdergruppe“. Sie erkennt Risiken, ignoriert diese jedoch bewusst. Künftige Studien sollten sich um die Ansprache dieser Gruppe bemühen sowie den bisherigen gesetzlichen Maßnahmenkatalog auf Wirksamkeit überprüfen.

Quelle: UDV