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Keine Tauglichkeitstests für ältere Autofahrer

Bad Windsheim, 7. September 2010 – Eine besondere Gesundheitsprüfung für ältere motorisierte Verkehrsteilnehmer wird es auch künftig nicht geben. Dies geht aus einer Anfrage des Auto- und Reiseclub Deutschland (ARCD) beim Bundesverkehrsministerium hervor. Grundsätzlich wolle man Mobilität für alle ermöglichen.

Ältere Autofahrer seien nicht häufiger Unfallverursacher als andere Fahrzeuglenker, so die Begründung. Zudem würden Senioren mögliche altersbedingte Defizite durch eine defensivere Fahrweise und Beschränkung auf bekannte Strecken kompensieren.

Verpflichtende Gesundheitstests gibt es bereits in Spanien, den Niederlanden und Italien. Nach den Plänen der Bundesregierung müssen Führerscheine, die ab 2013 erworben werden, nach 15 Jahren umgetauscht werden. Alle vor diesem Datum ausgestellten Fahrerlaubnisse sind vorerst nicht betroffen, müssen jedoch spätestens 2033 in einen neuen Führerschein eingewechselt werden. Die Entscheidung für oder gegen erneute Tauglichkeitsprüfungen beim Führerscheinumtausch können die EU-Mitgliedsländer bei der Umsetzung der europäischen Führerscheinrichtlinie selbst treffen.

Quelle: ARCD