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Zeit für Winterreifen: Was Autofahrende wissen müssen

1. Oktober 2018 –  Experten empfehlen, im Oktober Winterreifen aufzuziehen. Dann sinken die Temperaturen deutlich, teilweise kann es zu Frost kommen. Höchste Zeit, einen Termin mit der Werkstatt des Vertrauens zu vereinbaren. Das gilt besonders, wenn man unsicher ist, in welchem Zustand die Winterreifen sind. Was alle wissen sollten, die neue Winterreifen benötigen.

Neues Symbol für Winterreifen

Alle seit dem 1. Januar 2018 hergestellten Winterreifen müssen verpflichtend das sogenannte Alpine-Symbol, eine Schneeflocke, tragen (Paragraph 36, Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO)). Das neue Zeichen löst das alte M+S-Symbol, kurz für „Matsch und Schnee“, ab und kennzeichnet Winterreifen eindeutig und verbindlich. Ob ein Reifen das Symbol erhält, entscheiden strenge Eignungstests, wie Bremstests auf Schnee. Solche Anforderungen gab es beim alten M+S-Symbol nicht.

Mehr Informationen über Winterreifen

Alle Winterreifen, die seit 1. Januar 2018 hergestellt werden, müssen das Alpine-Symbol, eine Schneeflocke, tragen. Quelle: DVR/Reifenqualität
Alle Winterreifen, die seit 1. Januar 2018 hergestellt werden, müssen das Alpine-Symbol, eine Schneeflocke, tragen. Quelle: DVR/Reifenqualität

Darf man nur noch mit Winterreifen mit dem Alpine-Symbol fahren?

Nein. Reifen mit dem M+S-Symbol dürfen noch bis zum 30. September 2024 genutzt werden. Wer im Reifenhandel noch auf einen Reifen mit dieser Bezeichnung stößt kann allerdings davon ausgehen, dass er mindestens ein Jahr alt ist.

Winterreifen ab Oktober

Kalt kann es ganz plötzlich werden. Häufig kühlt es im Oktober stark ab, speziell in Waldgebieten oder auf Brücken kommt es schnell zu Frost . Die Gummimischung und die spezielle Art der Profile von Winterreifen liefern dann mehr Sicherheit. Winterreifen sind auch bei Minusgraden weich genug, um sich der Straßenoberfläche zu verzahnen. Dazu trägt auch ihr Profil bei, das feine Lamellen zeigt. Sie bieten bei Schnee und Schneematsch eine bestmögliche Verzahnung mit dem Untergrund. Der Bremsweg mit Winterreifen ist bei solchen Verhältnissen deutlich kürzer als mit Sommerreifen, die Fahrstabilität wesentlich besser.

Gibt es ein Bußgeld, wenn man mit Sommerreifen fährt?

Wer bei Glätte, Schnee oder Schneematsch mit Sommerreifen oder anderen Reifen unterwegs ist, die nicht den Vorgaben der StVZO entsprechen, kann mit einem Bußgeld in Höhe von 60 Euro bis 120 Euro bei einem Unfall und einem Punkt in Flensburg geahndet werden.

Sind Ganzjahresreifen eine Alternative zu Winterreifen?

Rein rechtlich sind auch Ganzjahresreifen als Winterreifen definiert. Sie müssen ebenfalls die Schneeflocke besitzen. Allerdings bieten sie in der Regel nicht so viel Sicherheit bei Schnee und Eis. Wer also auch bei Schneefall und Glatteis auf gar keinen Fall auf seinen Wagen verzichten kann, sollte von Ganzjahresreifen absehen. 

Den Reifenexperten vertrauen!

Erster Ansprechpartner vor dem bevorstehenden Reifenwechsel ist der Reifenexperte: Er kann genau beurteilen, ob die eingelagerten Winterreifen noch gut genug sind oder gegen neue getauscht werden müssen. Bei der Wahl des neuen Reifensatzes steht er ebenfalls als kompetenter Ratgeber zur Seite. Hilfreich ist es, sich vorab in den einschlägigen Fachzeitschriften oder im Internet ein Bild zu machen. Ausführliche Reifentests bieten eine gute Entscheidungsgrundlage.