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VMK befürwortet Beschlüsse zur Hochrisikogruppe Fahranfänger -

DVR nimmt Stellung

19. Oktober 2018 - Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat e.V. (DVR) begrüßt die heutigen Beschlüsse der Verkehrsministerkonferenz (VMK) zur Erhöhung der Verkehrssicherheit und dabei auch den Beschluss zur Hochrisikogruppe Fahranfänger. Junge Erwachsene sind im Straßenverkehr besonders gefährdet. In keiner anderen Altersgruppe passieren so viele Unfälle wie bei den 18-24 Jährigen.

Junge Menschen brauchen Erfahrung

„Wichtig für Fahranfängerinnen und Fahranfänger ist vor allem, dass sie nicht nur mehr, sondern sicher und reflektiert Fahrerfahrungen sammeln können", sagt Dr. Walter Eichendorf, Präsident des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR). Die VMK befürwortet konkrete Vorschläge der bei der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) eingerichteten Projektgruppe „Hochrisikogruppe Fahranfänger". An dieser war auch der DVR in den letzten Jahren beteiligt. Der DVR begrüßt, dass die Probezeit von zwei auf drei Jahre verlängert werden soll. Insbesondere, weil sinnvolle Möglichkeiten geschaffen werden sollen, durch nachgewiesene Lernerfolge bis zu einem Jahr Probezeit wieder abzubauen.

Begleitregelungen im BF17 sollen gelockert werden

Dabei wurde besondere Aufmerksamkeit auf das Begleitete Fahren ab 17 (BF17) gelegt. „Die neuen Regelungen sind grundsätzlich eine gute Sache. Wir hoffen dabei, dass durch die Lockerung der Bestimmungen für Begleitpersonen beim BF17 das Erfolgsmodell Begleitetes Fahren keinen Schaden nimmt", sagt Eichendorf. Während Begleiter heute noch in die Prüfungsbescheinigung der Jugendlichen namentlich eingetragen werden müssen und maximal einen Punkt in Flensburg haben dürfen, soll auf diese Einschränkungen zukünftig verzichtet werden. „Wir sollten sorgfältig beobachten, ob diese Änderung Auswirkungen auf die Sicherheit der Fahranfänger hat", so Eichendorf.