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Sicher ankommen bei Dunkelheit

Tipps für zu Fuß Gehende, Rad-, Motorrad und Auto Fahrende

08. Oktober 2018 – Die Tage werden kürzer, es dämmert früher: Für alle, die am Straßenverkehr teilnehmen bedeutet die Dunkelheit ein erhöhtes Risiko. Laut Statistischem Bundesamt wurden 2017 97.691 Menschen bei Unfällen in der Dämmerung oder bei Dunkelheit getötet oder verletzt. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat e.V. (DVR) gibt Tipps für die Verkehrssicherheit in den dunklen Monaten.

Zu Fuß unterwegs: Risiken und Tipps

Wer bei Dunkelheit zu Fuß unterwegs ist und dabei dunkle Kleidung trägt, ist im Straßenverkehr kaum oder nur spät zu erkennen. Bei schlechter Sicht können beispielsweise Autofahrende diejenigen, die zu Fuß gehen erst aus rund 25 Metern erkennen. Gleichzeitig beträgt der Bremsweg nach gängiger Faustregel bei Tempo 50 km/h rund 28 Meter. Das Fahrzeug käme bei ungünstigen Sichtverhältnissen erst zum Stehen, wenn der Passant auf der Fahrbahn ist.

Aus diesem Grund empfiehlt der Deutsche Verkehrssicherheitsrat e.V. (DVR) helle Kleidung zu tragen. Noch effektiver sind reflektieren und fluoreszierende Materialien. Wer zu Fuß unterwegs ist und Reflektoren trägt wird schneller gesehen, bis zu 140 Meter früher. In vielen Kleidungsstücken sind Reflektoren bereits eingearbeitet. Wer sie ergänzend kauft, sollte wissen: Autofahrende nehmen zuerst die untere Körperhälfte wahr. Deshalb sind Reflexbänder besonders empfehlenswert. Ob reflektierendes Sicherheitszubehör und Kleidung wirken, erkennen Verbraucher an der Bezeichnung DIN EN 13356. Leuchtflächen auf Schultaschen tragen das Kennzeichen DIN 58124.

Mehr Informationen zum richtigen Verhalten bei jedem Wetter

Mit Reflexweste und Helm in Signalfarbe samt integriertem Rücklicht ist dieser Radfahrer rundum bestens sichtbar. Quelle: www.abus.de/pd-f
Mit Reflexweste und Helm in Signalfarbe samt integriertem Rücklicht ist dieser Radfahrer rundum bestens sichtbar. Quelle: www.abus.de/pd-f

Unterwegs mit dem Rad: Risiken und Tipps

Auf eine gute Sichtbarkeit kommt es auch bei Rad Fahrenden an. Eine intakte Beleuchtung des Fahrrads und Reflektoren sind das A und O. Vor der Fahrt heißt es deshalb: die Lichtanlage kontrollieren. Zusätzlich können auch sich auch Rad Fahrende mit reflektierender Kleidung schützen. Sicherheitswesten erhöhen die Sichtbarkeit und die Sicherheit. Die Weste sollte die Norm EN ISO 20471 erfüllen. Gerade im Herbst erhöhen eine nasse Fahrbahn und feuchtes Laub die Sturzgefahr. Der DVR empfiehlt deshalb, einen Helm zu tragen und damit die Folgen eines Sturzes abzumildern. Mittlerweile gibt es Helme mit Reflektoren und einer Zusatzbeleuchtung. Auch sie erhöhen die Sichtbarkeit auf dem Rad. Ob ein Helm geeignet ist, verrät die Bezeichnung DIN EN 1078 (CE)

Unterwegs mit dem Motorrad: Risiken und Tipps

Einen Helm zu tragen ist für Motorrad Fahrende Pflicht. Besteht er aus leuchtenden Materialien macht er besser sichtbar und schützt dadurch vor Unfällen. Auch Motorrad Fahrende profitieren von Warnwesten. Mit Reißverschlüssen ausgestattet sind sie schnell übergezogen und behindern nicht beim Fahren. Entscheidend ist die DIN Norm DIN EN ISO 20471. Der DVR empfiehlt allen Motorrad Fahrenden zu jeder Tages- und Nachtzeit das Tagfahrlicht oder Abblendlicht einzuschalten.

Eine funktionierende Lichtanlage ist das A und O, um gut zu sehen und gesehen für werden. Quelle: Pixabay
Eine funktionierende Lichtanlage ist das A und O, um gut zu sehen und gesehen für werden. Quelle: Pixabay

Autofahren bei Dunkelheit: Risiken und Tipps

Auch Autofahrer können zur Verbesserung der Verkehrssicherheit beitragen. Für sie heißt es in der dunklen Jahreszeit: Runter vom Gas und die Geschwindigkeit den Sichtverhältnissen anpassen. Wer langsamer fährt, hat einen kürzeren Bremsweg und schafft es eher, das Auto rechtzeitig zum Stehen zu bringen. Gleichzeitig sollte der Abstand zum voranfahrenden Fahrzeug ausreichend sein. Herbstlaub und Regen verwandeln die Straße in eine Rutschbahn und verlängern dadurch den Bremsweg.

Auch für Auto Fahrende gilt: Die Lichtanlage muss funktionieren. Die Scheinwerfer müssen frei von Schmutz sein und ordnungsgemäß funktionieren. Wer sicher gehen möchte, dass alles ordnungsgemäß funktioniert, dem empfiehlt der DVR einen Lichttest. Im Oktober bieten das Kfz-Gewerbe und die Deutsche Verkehrswacht (DVW) wieder kostenlose Lichttests an, bei denen die Funktion und Einstellung der Fahrzeugbeleuchtung überprüft werden.