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Modellversuch zum Begleiteten Fahren mit 16 durchführen

DVR-Vorstand entschied einstimmig

15. Mai 2018 – Mit 16 Jahren die Fahrerlaubnis machen und bis zum 18. Lebensjahr begleitet Auto fahren – der DVR fordert hierzu einen Modellversuch und hofft damit die Verkehrssicherheit weiter zu erhöhen. Der Vorstand gab der Position in seiner Sitzung am Montag grünes Licht.

Begleitetes Fahren ab 17 hat die Verkehrssicherheit erhöht

Die Forderung fußt auf den durchweg positiven Erfahrungen mit dem Begleiteten Fahren ab 17 Jahren (BF17). Seit 2011 ist das BF17 geltendes Recht in ganz Deutschland. Die Evaluation der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) hat ergeben, dass Jugendliche, die am BF17 teilgenommen haben, im ersten Jahr des Alleinefahrens rund 20 Prozent seltener an Verkehrsunfällen beteiligt sind und weitaus seltener gegen Verkehrsregeln verstoßen als Jugendliche, die auf das Begleitete Fahren verzichtet haben. BF17 zeigt: Je mehr Fahrpraxis junge Erwachsene unter Begleitung zwischen 17 und 18 Jahren bekommen, desto sicherer fahren sie. Schwerere Verkehrsverstöße nehmen ab, je länger die Begleitphase ist. Damit erhöht das Begleitete Fahren ab 17 die Verkehrssicherheit nachweislich.

Mehr Informationen zu BF17

BF16 soll mehr Fahrpraxis bringen und die Verkehrssicherheit weiter erhöhen

Quelle: DVR
Quelle: DVR
Die Praxis zeigt, dass viele Jugendliche nicht die gesamte mögliche Dauer des BF17 nutzen, um Fahrpraxis zu gewinnen. Nur ein Viertel schafft es, die vollen 12 Monate begleitet zu fahren. Die Gründe liegen vielfach im Zeitmanagement. Die frühe Anmeldung in der Fahrschule und eine zügige Fahrausbildung sind neben der Schule oder der beruflichen Ausbildung nicht immer einfach zu organisieren. Das Begleitete Fahren ab 16 würde eine Verlängerung der Lernzeit ermöglichen. Längeres BF bedeutet mehr Fahrerfahrung. Davon erhofft sich der DVR ein sicheres Verhalten im Straßenverkehr mit Beginn des selbständigen Fahrens ab dem 18. Geburtstag.

Modellversuch zum BF16 – das fordert der DVR:

  1. Die Bundesregierung soll sich bei der EU-Kommission für einen Modellversuch zum Begleiteten Fahren ab 16 Jahren einsetzen.
  2. Mit 16 Jahren sollen Jugendliche die Fahrerlaubnis erwerben und danach bis zum vollendeten 18. Lebensjahr begleitet Auto fahren dürfen.
  3. BF16 soll zunächst als regional begrenzter Modellversuch ausprobiert werden. Das bedeutet, dass die Jugendlichen in den Teilnehmerländern (Interesse haben Niedersachsen, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein) die Möglichkeit haben, am BF16 teilzunehmen und die Fahrerlaubnis mit 16 zu machen.
  4. Das Fahren ohne Begleitperson soll weiterhin erst ab 18 Jahren möglich sein. Der Modellversuch muss evaluiert werden. Wichtig ist dabei zu überprüfen:

DVR-Position zum Begleiteten Fahren mit 16