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Medikamente können müde machen

Vorsicht bei Anti-Allergiepräparaten

7. Mai 2018 – Mit Beginn des Frühlings wirbeln vermehrt Pollen durch die Luft. Laut des Deutschen Allergie- und Asthmabunds (DAAB) leiden rund 16 Prozent der Bevölkerung an einer Pollenallergie mit Symptomen wie Fließschnupfen oder juckenden Augen. Viele Betroffene müssen Antihistaminika einnehmen. Diese können jedoch müde machen, damit die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen und einen Sekundenschlaf begünstigen.

Auswirkungen auf die Fahrtüchtigkeit bedenken

Nicht nur Antihistaminika, sondern auch viele andere Arzneimittel können einen solchen Einfluss haben. Laut Angaben der Hersteller beeinträchtigen zwischen 15 und 20 Prozent aller zugelassenen Medikamente die Fahrtüchtigkeit. Dazu gehören vor allem auch Antiepileptika, Psychopharmaka und einige Schmerzmittel, die oft die kognitive Leistungsfähigkeit einschränken und latente Müdigkeit hervorrufen. Trotzdem unterschätzen viele, wie sehr sich solche Medikamente auf die Fähigkeit, ein Fahrzeug konzentriert zu führen, auswirken können. „Ausgehend von diversen Expertenmeinungen und wissenschaftlichen Schätzungen gehen wir davon aus, dass viele Verkehrsunfälle unter der Beteiligung von Arzneimitteln, insbesondere Psychopharmaka, stattfinden“, so Dr. Hans-Günter Weeß, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM), im Rahmen der Kampagne „Vorsicht Sekundenschlaf!“.

Nebenwirkungen beim Arzt abklären

Wer unter einer Pollenallergie leidet und Medikamente benötigt, sollte mit dem Arzt über die Fahrtauglichkeit sprechen. Quelle: Pixabay_dandelion-1452219_1920
Wer unter einer Pollenallergie leidet und Medikamente benötigt, sollte mit dem Arzt über die Fahrtauglichkeit sprechen. Quelle: Pixabay_dandelion-1452219_1920
Wer verschreibungspflichtige oder frei verkäufliche Arzneimittel einnimmt, sollte mögliche Einflüsse auf die eigene Fahrtüchtigkeit mit einem Arzt bzw. einer Ärztin oder in der Apotheke abklären.Dies ist speziell vor der ersten Anwendung, bei einer Dosissteigerung, bei einer Umstellung oder beim Absetzen der Medikamente wichtig. „Auch Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln sollten berücksichtigt werden, da sie mögliche Nebenwirkungen wie etwa eine verminderte Konzentration und vermehrte Schläfrigkeit noch verstärken können“, ergänzt Dr. Weeß. Wer beim Autofahren erste Anzeichen wie häufiges Gähnen oder schwere Augenlider bemerkt, sollte dringend eine Pause einlegen. Diese empfiehlt sich mit etwas Bewegung zur Kreislaufaktivierung oder mit einem Kurzschlaf von zehn bis 20 Minuten zu kombinieren.

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