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Kavaliere der Straße 2018

Auszeichnung in Mannheim

29. Oktober 2018 - Ob Rettung aus brennendem Auto, sichern einer Unfallstelle oder den entscheidenden Notruf bei Polizei und Feuerwehr absetzen - auch 2018 haben etliche Menschen als Kavaliere im Straßenverkehr gehandelt. Für ihren Einsatz wurden sie von der Arbeitsgemeinschaft deutscher Tageszeitungen im Deutschen Verkehrssicherheitsrat e.V. (DVR) in Mannheim ausgezeichnet.

Auszeichnung für über 14 Kavaliere der Straße

Über vierzehn Kavaliere durften sich in diesem Jahr über die Auszeichnung freuen. Außergewöhnlich war die große Anzahl junger Menschen, die sich für andere im Straßenverkehr eingesetzt hatten. Die jüngste Kavalierin, Eiliana aus Bad Aibling, war gerade einmal zehn Jahre alt, als sie einer älteren Dame, die mit ihrem Auto versehentlich in einen kleinen Bach gestürzt war, half, sich aus dem Pkw zu befreien.

Mehr Informationen über Kavalier der Straße

Auf Einladung der Tageszeitung Mannheimer Morgen, wurde ihr und allen anderen Kavalieren im Rahmen eines Festakts von Mannheims Polizeipräsident Thomas Köber die Auszeichnung verliehen.

Fahrerassistenzsysteme können Mensch nicht ersetzen

Seit 59 Jahren setzt sich die Arbeitsgemeinschaft für Kavaliere der Straße ein und ehrt diese gemeinsam mit DVR seit 49 Jahren. Auch wenn die Zahl Getöteter und Schwerverletzter seit damals kontinuierlich sinkt und Fahrerassistenzsysteme in vielen Fällen Unfälle verhindern könnten, brauche es auch heute noch Kavaliere, sagte Hermann Fetsch, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft in seiner Ansprache. Ein Ohr, das zuhört, eine helfende Hand oder tröstende Worte könnte kein Roboter spenden. Nur der Mensch sei in der Lage, empathisch zu sein, zeigte er sich überzeugt. Er ermunterte alle Anwesenden auch in Zukunft beherzt einzuschreiten, wenn Hilfe im Straßenverkehr gebraucht werde.

Füreinander da sein ist entscheidend

DVR-Geschäftsführerin Ute Hammer dankte in ihrer Ansprache den Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft Kavalier der Straße: „Sie setzen sich in Ihren Redaktionen mit sehr viel Engagement für ein rücksichtsvolles und partnerschaftliches Miteinander im Straßenverkehr ein!“ Sie betonte auch den Wert des Kavaliers in der heutigen Gesellschaft. Im heutigen Alltag gehöre ständige Erreichbarkeit zum Alltag. Hinzu komme, dass der Verkehr immer dichter und der Raum im Straßenverkehr knapper würde. Hektik und Stress nähmen daher immer mehr zu. Hammer appellierte, dass das Füreinander, aufgrund von Zeitdruck, nicht in Vergessenheit geraten dürfe. „Sie, die Kavaliere, haben es nicht vergessen. Ich wünsche mir, dass es mehr von Ihnen gibt, die anpacken, helfen und trotz Zeitdruck für andere da sind", sagte Ute Hammer.