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Fahrfitness ist keine Frage des Alters

Bonn, 31. August 2016 (DVR) – Beim Übergang vom Berufsleben in den Ruhestand ändert sich für die meisten Menschen einiges: Oftmals schleichende Defizite bei der Gesundheit empfehlen einen Check beim Arzt. Der Ausstieg aus der aktiven Arbeitswelt ist häufig mit deutlich niedrigeren Fahrleistungen im Straßenverkehr verbunden, worunter die Fahrpraxis stetig abnimmt. Ein Fahrfitnesstraining könnte das kompensieren. Auch die Kenntnisse zu den aktuellen Verkehrsregelungen lassen sich bei der Gelegenheit auffrischen.

Die geringere Fahrpraxis ist das eine – das andere sind Beeinträchtigungen, die sich mit fortschreitendem Alter oft unbemerkt einschleichen und die Fahrtüchtigkeit beeinflussen können. Nachts sieht man nicht mehr so gut wie früher, der zur Gefahrenvermeidung notwendige Blick über die Schulter nach hinten fällt schwerer, weil die Beweglichkeit nachlässt. Deshalb ist es sinnvoll, sich regelmäßig ärztlich beraten zu lassen. Ein allgemeiner Gesundheits-Check, den man alle zwei Jahre durchführen lassen kann, ist ein guter Anlass, um auch das Thema Fahrtüchtigkeit anzusprechen. Mit dem Ziel, die Fahrfitness zu verbessern, sollten Hör- und Sehvermögen, Reaktionsgeschwindigkeit, Beweglichkeit sowie Herz, Leber und Nervensystem untersucht werden.

Um so lange wie möglich sicher mobil zu bleiben, sollte man seine Fahrfertigkeiten von Zeit zu Zeit auffrischen und trainieren – etwa durch Fahrstunden bei einer Fahrschule oder ein Fahrsicherheitstraining. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) etwa hat mit „SHT sicher mobil“ ein Sicherheitstraining entwickelt, das auf die Bedürfnisse älterer Autofahrender abgestimmt ist: Fahrfertigkeiten, die besonders bei älteren Menschen nachlassen können, werden trainiert und eine realistische Selbsteinschätzung gefördert. Ebenso ändern sich – für viele Verkehrsteilnehmende unbemerkt – gesetzlich vorgeschriebene Verkehrsregelungen. Eine Auffrischung des Wissens dazu ist daher im Rahmen eines Trainings empfehlenswert. Es gibt viele Angebote, mit denen Menschen im Renten-/Pensionsalter ihre Fahrfertigkeiten auffrischen können. Fahrschulen bieten zum Beispiel Fahrstunden für ältere Menschen an, die selbst testen wollen, wie gut sie beim Fahren sind, und ob sie auch die neuesten Verkehrsregeln kennen. Der ADAC etwa hat den „FahrFitnessCheck“ (www.adac.de/fahrfitnesscheck) konzipiert. Er richtet sich speziell an ältere, noch regelmäßig Auto fahrende Personen. In den Bundesländern gibt es weitere Angebote wie etwa „Fit im Auto“, Informationen dazu erhält man unter www.landesverkehrswacht.de.

Weitere Informationen unter www.dvr.de/sht und www.dvr.de/sichermobil

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