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EU-Parlament fordert den verpflichtenden Einbau von Fahrerassistenzsystemen für Pkw

Bonn, 7. Dezember 2017 (DVR) – Auf Europas Straßen sterben jährlich etwa 25.500 Menschen. Zur Verbesserung der Verkehrssicherheit hat das EU-Parlament am 14. November 2017 mit einer überragenden Mehrheit den Initiativbericht „Rettung von Menschenleben - Mehr Fahrzeugsicherheit in der EU“ angenommen. Er wurde vom Europaabgeordneten Dr. Dieter-L. Koch eingebracht. Darin wird gefordert, dass bestimmte Fahrerassistenzsysteme (FAS) verpflichtend verbaut werden.

Bei 92 % aller Unfälle ist menschliches Fehlverhalten ein Einflussfaktor und bei 72 % sogar die Hauptursache1. Diese Zahlen verdeutlichen, warum Fahrerassistenzsysteme, die den Fahrer auf mögliche Hindernisse oder Gefahren aufmerksam machen und unter Umständen sogar in Gefahrensituationen eingreifen können, so bedeutsam für die Verkehrssicherheit sind. Besonders schwächere Verkehrsteilnehmer wie Radfahrer und Fußgänger können durch Systeme wie den Notbremsassistenten besser geschützt werden. Daher ist der automatische Notbremsassistent mit Fußgänger- und Radfahrererkennung eines der Systeme, die das Europaparlament zur Pflicht machen möchte.
Alle im Initiativbericht geforderten Fahrerassistenzsysteme haben gemein, dass sie einen wesentlichen Beitrag zur Erhöhung der Straßenverkehrssicherheit leisten, der Nutzen die Kosten übersteigt und sie bereits marktreif sind. Ein weiteres Beispiel ist der Spurhalteassistent.

Wichtiger Schritt zur Verpflichtung von FAS für alle EU-Neufahrzeuge

Mit der Annahme des Initiativberichts des Europaabgeordneten Dr. Dieter L. Koch hat das EU-Parlament ein Zeichen gesetzt und die Verpflichtung von Fahrerassistenzsystemen für Pkw in den Fokus gerückt. Die Überarbeitung der Verordnung zur allgemeinen Fahrzeugsicherheit wird voraussichtlich im ersten Quartal 2018 durchgeführt. Dann liegt es an der EU-Kommission, ob die Vorschläge von Dr. Koch tatsächlich in die aktualisierte Verordnung einfließen werden.

Über „bester beifahrer“:

Die Kampagne „bester beifahrer“ des DVR und seiner Partner setzt sich für mehr Sicherheit auf den Straßen durch den Einsatz von FAS ein. Einen Überblick über die Funktionsweise dieser und weiterer FAS bietet die Informationsplattform www.bester-beifahrer.de. Autofahrer finden auf der Webseite die bundesweit einzige Abfragedatenbank zur typengenauen Verfügbarkeit von FAS.

1Europäisches Parlament: Rettung von Menschenleben: Mehr Fahrzeugsicherheit in der EU, Entschließung des Europäischen Parlaments vom 14. November 2017 zu dem Thema „Rettung von Menschenleben: Mehr Fahrzeugsicherheit in der EU“ (2017/2085(INI))

Kontakt

Deutscher Verkehrssicherheitsrat
Sandra Demuth
Referatsleiterin Öffentlichkeitsarbeit Initiativen/Veranstaltungen
Telefon: +49 (0)228 4 00 01-53
Telefax: +49 (0)228 4 00 01-67
SDemuth@dvr.de

Servicebüro „bester beifahrer“
Anna-Maria Guth
Telefon: +49 (0)2154 88852-23
Telefax: +49 (0)2154 88852-25
kontakt@bester-beifahrer.de

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