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Berlin führt Vision Zero per Gesetz ein

28. Juni 2018 - Das Land Berlin hat heute das sogenannte Mobilitätsgesetz verabschiedet. Künftig sollen sich alle Maßnahmen, die den Straßenverkehr betreffen, an der Vision Zero ausrichten und ihn so sicherer machen.

Berlin verankert Vision Zero im Gesetz

„Berlin ist das erste Land, das die Vision Zero in einem Gesetz verankert. Daran sollten sich andere Länder orientieren“, sagt DVR-Präsident Dr. Walter Eichendorf. „Mit der Aufnahme der Vision Zero in das Berliner Mobilitätsgesetz bekennt sich das Land klar zur Verantwortung, Tote und Schwerverletzte im Straßenverkehr nicht hinzunehmen. Diese Verantwortung muss nun mit konkreten Maßnahmen und vor allem genügend Personal für die zuständigen Behörden hinterlegt werden."

Die Vision Zero sei im Kern eine Strategie, ein sicheres Verkehrssystem zu schaffen, in dem menschliche Fehler nicht zum Tod oder schwersten Verletzungen führen, so der Präsident. Dazu müssten Infrastruktur und Verkehrsmittel permanent verbessert werden und die Verkehrsteilnehmenden konsequent die Verkehrsregeln einhalten.

Radverkehr soll sicherer werden, Evaluation geplant

Beim Berliner Mobilitätsgesetz sei der DVR besonders gespannt auf die Umsetzung der Maßnahmen, die den Radverkehr sicherer machen sollen. „Das Gesetz legt einen klaren Fokus auf die Förderung des Radverkehrs. Knotenpunkte sollen nach dem aktuellen Stand der Technik umgestaltet werden und so das Radfahren sicherer machen“, erläutert Eichendorf. Bereits ein Jahr nach Inkrafttreten des Gesetzes sollen Rad Fahrende nach ihrem Sicherheitsempfinden befragt werden. „Darauf sind wir natürlich sehr gespannt. Wir werden die einzelnen Maßnahmen beobachten und hoffen, dass sie dazu beitragen, die Zahl der Unfälle in der Hauptstadt zu verringern", sagt der DVR-Präsident.