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EU-Maßnahmenbündel: DVR fordert zügige Umsetzung

17. Mai 2018 – „Das klare Bekenntnis zur Vision Zero und der verpflichtende Einbau von Notbremsassistenten in neu zugelassene Pkws sind ein richtiger Schritt“ - so bewertet DVR-Hauptgeschäftsführer Christian Kellner  das heute unter dem Titel „Europe on the Move“ vorgestellte Maßnahmenbündel der Europäischen Kommission. Wichtig sei, die vorgeschlagenen Maßnahmen zügig umzusetzen und zudem Abbiegeassistenten einzuführen. Dies wäre eine zielführende Aktion, um schwere Abbiegeunfälle mit Radfahrern zu vermeiden.

Sichere Fahrzeuge und bessere Infrastruktur

Zentraler Bestandteil des Maßnahmenbündels sind zwei Mitteilungen der EU-Kommission: die eine zum Schutz von Fußgängern und zur Sicherheit von Fahrzeugen und die andere zum Sicherheitsmanagement für die Verkehrsinfrastruktur. Im Zeitraum 2020 bis 2030 können die darin enthaltenen Maßnahmen laut EU-Kommission 10.500 Leben retten und fast 60.000 schwere Verletzungen verhindern. Das langfristige Ziel der EU, die Zahl der im Straßenverkehr Getöteten oder schwer Verletzten bis zum Jahr 2050 auf nahezu null zu reduzieren, wird damit greifbarer. „Wir begrüßen das klare Bekenntnis zur Vision Zero“, sagt Christian Kellner. „Jetzt sind die Mitgliedstaaten und das Europäische Parlament aufgerufen, die ehrgeizigen Ziele mitzutragen, so dass sie zügig umgesetzt werden können.“

Gesetzgebungsinitiativen sollen Verkehrssicherheit erhöhen

Positiv bewertet der DVR, dass sich die EU-Kommission für den Einbau von Notbremsassistenten in neu zugelassene Pkws ausgesprochen hat. „Der DVR hat sich dazu bereits im September 2016 klar positioniert. Wir sehen hier weiteres Potenzial, die Zahl der im Straßenverkehr Getöteten und Schwerverletzten langfristig zu senken“, sagt Christian Kellner. Von der EU-Kommission fordert der DVR, dass sie sich einsetzt

Position des DVR zu Notbremsassistenten für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge

Einführung von Abbiegeassistenten mit Warnfunktion geplant

Auch die geplante Einführung von Abbiegeassistenten mit Warnfunktion begrüßt der DVR. „Mit diesem Assistenten sehen wir die Chance, gefährliche Rechtsabbiegeunfälle mit Rad Fahrenden zu vermeiden und Leben zu retten“, so Kellner. Allerdings müsste der Assistent zügig eingeführt und weiterentwickelt werden. „Die Industrie ist ganz klar in der Pflicht, solche Abbiegeassistenten sofort zu entwickeln und nicht zu warten, bis das Datum der verpflichtenden Einführung genannt wird.“  In einem ersten Schritt könnten diese mit einer Warnfunktion ausgerüstet sein. „Langfristig sollten die Fahrzeuge automatisiert bremsen können“, sagt der Hauptgeschäftsführer. 

Position des DVR zur Vermeidung von Rechtsabbiegeunfällen

Maßnahmen um Alkoholunfälle zu vermeiden

Das Maßnahmenbündel sieht vor, Alkohol-Interlocks in Kraftfahrzeuge einzubauen. Damit möchte die EU-Kommission die Zahl der alkoholbedingten Unfälle in Europa reduzieren. Der DVR begrüßt dieses Engagement. In seiner Positionierung zu Alkohol-Interlocks macht er Vorschläge, wie das System sinnvoll eingesetzt werden kann.

Position des DVR zu Alkohol-Interlocks

Mehr Sicherheit in der Verkehrsinfrastruktur

Gute Akzente setzt die EU-Kommission auch im Bereich der Verkehrsinfrastruktur. Der DVR setzt sich in Deutschland dafür ein, dass insbesondere Sicherheitsaudits flächendeckend angewandt werden.

Position des DVR zur Verkehrssicherheit an Kreuzungen und Einmündungen