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Industrie muss Abbiegeassistenten entwickeln

Länder setzen sich für Abbiegeassistenten ein

27. April 2018 – Die Länder Berlin, Brandenburg, Bremen, Hessen und Thüringen haben heute im Verkehrsausschuss des Bundesrates einen Antrag für die Einführung von Abbiegeassistenten eingebracht. Der DVR begrüßt diese Initiative. „Damit der Abbiegeassistent ein Erfolg wird, ist vor allem die Industrie gefragt“, sagt DVR-Hauptgeschäftsführer Christian Kellner.

DVR fordert seit vielen Jahren Abbiegeassistenten

Der DVR fordert seit vielen Jahren, dass die Industrie schneller Abbiegeassistenten entwickelt. „Bislang war das anscheinend nicht prioritär“, sagt Kellner. Die Initiative der fünf Länder sei in jedem Fall ein guter und wichtiger Schritt. Der DVR hofft, dass die Bundesregierung den Antrag zum Anlass nimmt, eine Ausrüstungspflicht für Lkw mit Abbiegeassistenten auf europäischer und internationaler Ebene noch stärker voranzutreiben. „Für den DVR ist klar: Das kann nur klappen, wenn die Industrie schnell Abbiegeassistenten entwickelt, die Warn- und Bremsfunktion vereinen. Aktuell lässt sich nach unserem Stand lediglich für einige Lkw-Modelle eines Herstellers ein Abbiegeassistent mit reiner Warnfunktion, also ohne automatisierten Bremseingriff bestellen“, so der DVR-Hauptgeschäftsführer. Das sei nicht im Sinne der Vision Zero.

Industrie muss Abbiegeassistenten entwickeln

Es könne nicht sein, dass weitere Jahre vergehen müssten, in denen vor allem Radfahrer bei Rechtsabbiegeunfällen schwer verletzt würden oder sterben müssten, weil die Industrie der Entwicklung von Abbiegeassistenten nicht genügend Priorität einräume. Zudem fordert Kellner, dass auf europäischer und internationaler Ebene (UNECE) bereits jetzt die Anforderungen an Abbiegeassistenten klar definiert werden müssen, damit eine Ausrüstungspflicht für Neufahrzeuge schnellstmöglich umgesetzt werden könne. Deutschland müsse dabei die treibende Kraft sein.

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