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Fahrerassistenzsysteme retten Leben – und sorgen für entspannteres Fahren

Bonn, 19. Oktober 2017 – Über 62 Millionen Fahrzeuge drängeln sich tagtäglich auf deutschen Straßen. Das verursacht bei allen Verkehrsteilnehmern Stress, ganz gleich, ob durch die bloße Vielzahl an Fahrzeugen, die alle als erstes ans Ziel wollen, weil der Verkehr durch Stau gänzlich zum Erliegen kommt oder im Stop-and-Go zäh dahinfließt. Ein gutes Gegenmittel sind Fahrerassistenzsysteme wie der Abstandsregler und der Notbremsassistent. Sie unterstützen den Fahrer im größten Berufsverkehr und sorgen dafür, dass er entspannt ans Ziel kommt.

Nach einer Studie der Continental aus dem Jahr 2013 fanden zwei Aussagen bei Befragten in Deutschland gleich viel Zustimmung: Jeweils 67 Prozent von ihnen bekannten, dass ihnen Autofahren Spaß macht.1 Genauso viele räumten aber auch ein, dass der Spaß durch Stress getrübt wird, der vor allem dann entsteht, wenn sich zu viele Fahrzeuge auf den Straßen tummeln.2

Auffahrunfälle als Resultat mangelnder Konzentration

Neben Staus und zähfließendem Verkehr empfinden Autofahrer vor allem das Durchfahren enger Baustellenbereiche sowie verkehrsreiche Straßen als anstrengend.3 In diesen Situationen sind sie am meisten gefordert, müssen mehrere Fahrzeuge gleichzeitig im Auge behalten, Gefahrensituationen antizipieren und entsprechend reagieren. Ein Stau stellt demgegenüber eine weniger fordernde Situation dar, aber das ständige Anfahren und Anhalten ist auf Dauer zermürbend und – je nachdem wie lang der Stau dauert – auch körperlich anstrengend. Das Resultat, wenn Aufmerksamkeit und Konzentration schwinden, sind häufig Auffahrunfälle: 44 Prozent der in der Studie befragten deutschen Autofahrer haben bereits einen solchen erlebt.4

Entspannter fahren mit dem Abstandsregler

Fahrerassistenzsysteme sind eine Lösung für die angesichts der Verkehrssituation zunehmend anspruchsvoller werdende Aufgabe, ein Fahrzeug zu steuern. Gerade bei den oben genannten Situationen - starker und stockender Verkehr oder Stau - bieten Abstandsregler willkommene Unterstützung. Der Abstandsregler misst mithilfe von Sensoren den Abstand zum Vordermann und korrigiert die Geschwindigkeit, wenn er unter eine bestimmte Mindestmarke fällt. Das erhöht nicht nur die Sicherheit, bei Stop-and-go-Verkehr macht es auch das Wechselspiel von Bremsen, Kuppeln und Gas geben überflüssig. Moderne Abstandsregler sind zudem mit einer Zusatzfunktion ausgestattet, die den Wagen bis zum Stillstand bremst und ihn dann auch wieder anfahren lässt.

Der Notbremsassistent greift ein: Vollbremsung ohne Hemmungen

Der Notbremsassistent hingegen greift in akuten Gefahrensituationen ein, wenn etwa unerwartet die Bremslichter des Vordermanns aufleuchten oder ein anderes Hindernis auf der Fahrbahn auftaucht. Im Ernstfall reagieren Autofahrer hier oftmals nicht nur zu spät, um ihren Wagen noch zum Stehen zu bringen, sie bremsen auch nicht stark genug.
Untersuchungen von Auffahrunfällen zeigen, dass das auf ca. 50 Prozent der Fälle zutrifft. Der Notbremsassistent berechnet genau, wie stark gebremst werden muss und erhöht entsprechend den Druck auf das Bremspedal. Selbst wenn eine Kollision nicht mehr vermieden werden kann, bremst er so stark wie es noch möglich ist, um den Schaden zu minimieren und die Insassen zu schützen. Wenn es auf der Straße also hoch hergeht, ist der Notbremsassistent tatsächlich der „beste beifahrer“, das zweite Augenpaar, das die Gefahren bemerkt, die man selbst übersieht.

Fahrerassistenzsysteme erhöhen so nicht nur die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer, sie gewährleisten auch, dass Stau, zähfließender Verkehr und Rushhour uns den Spaß am Fahren nicht verderben.

Über „bester beifahrer“:

Die Kampagne „bester beifahrer“ des DVR und seiner Partner setzt sich für mehr Sicherheit auf den Straßen durch den Einsatz von FAS ein. Einen Überblick über die Funktionsweise dieser und weiterer FAS bietet die Informationsplattform www.bester-beifahrer.de. Autofahrer finden auf der Webseite die bundesweit einzige Abfragedatenbank zur typengenauen Verfügbarkeit von FAS.

1 Continental Mobilitätsstudie 2013, S. 7
2 Ebd.
3 Ebd., S.3.
4 Ebd., S.11.

Pressekontakt:

Deutscher Verkehrssicherheitsrat
Sandra Demuth
Referatsleiterin Öffentlichkeitsarbeit
Initiativen/Veranstaltungen
Auguststraße 29
53229 Bonn
Mail: SDemuth@dvr.de

Servicebüro „bester beifahrer“
Anna-Maria Guth
Karl-Arnold-Straße 8
47877 Willich
E-Mail: info@bester-beifahrer.de
Telefon: +49 (0)2154 888 52 0

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