Menu Suche
 

Die im Dunkeln sieht man nicht

Ältere Menschen sind besonders gefährdet

Bonn, 11. Oktober 2016 (DVR) – Der demografische Wandel hat Auswirkungen auf das Verkehrsgeschehen in Deutschland: Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes waren 2015 über die Hälfte der im Straßenverkehr getöteten Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrenden mindestens 65 Jahre alt. „In der dunklen Jahreszeit sind ältere Menschen besonders gefährdet, deshalb ist es jetzt enorm wichtig, sich möglichst sichtbar zu kleiden“, sagt der Präsident des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) Dr. Walter Eichendorf.

Gerade ältere Menschen sollten sichere Überwege nutzen und vor dem Überqueren einer Straße mit anderen Verkehrsteilnehmenden durch Blickkontakt oder Handzeichen kommunizieren. Auf keinen Fall sollten schlecht einsehbare Stellen – etwa zwischen geparkten Autos oder hinter Kurven – zum Überqueren genutzt werden. Seniorinnen und Senioren sollten sich nicht darauf verlassen, gesehen zu werden, sondern den Verkehr aufmerksam beobachten. Das gilt auch dann, wenn die Fußgängerampel grün zeigt.

Ältere Menschen sollten zur eigenen Sicherheit auf eine Rundum-Sichtbarkeit achten. Helle Kleidung ist von Vorteil, reicht aber alleine nicht aus. Deshalb sollte man Kleidung wählen, in die retroreflektierendes Material eingearbeitet wurde. Um auch im Dunkeln von anderen Verkehrsteilnehmenden gesehen zu werden, sollten grundsätzlich Reflexstreifen an Armen und Beinen getragen werden. In Fahrrad- und Sportgeschäften erhält man EN-zertifizierte retroreflektierende oder fluoreszierende Produkte. Keine Ausrede mehr: Reflexstreifen sind leicht und passen in jede Tasche, so dass man sie immer dabei haben kann. Sie sind ebenfalls dafür geeignet, Einkaufstrolleys, Taschen oder Rollatoren gut sichtbar zu machen.

Aufgrund der schmalen Silhouette sind Radfahrende besonders gefährdet. Auch auf dem Rad sollte auf Rundum-Sichtbarkeit geachtet werden, zum Beispiel durch das Tragen einer Warnweste. Gleichzeitig ist eine optimale lichttechnische Einrichtungen am Rad wichtig. Dazu zählen ausreichend Speichenreflektoren an Hinter- und Vorderrad und eine funktionierende Beleuchtung.

Ansprechpartner:

DVR e.V., Bonn, Referat Ältere Menschen, Tel. 0228-400010
www.dvr.de/senioren

Download:

jpg Pressefoto Fahrrad (RGB)

jpg Pressefoto Fußgängerin (RGB)

jpg Pressefoto Fahrrad (CMYK)

jpg Pressefoto Fußgängerin (CMYK)