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Preisverleihung zum Wettbewerb „Unterwegs – aber sicher!“: Gute Ideen für betriebliche Verkehrssicherheit ausgezeichnet

Wiesbaden/Bonn, 29. Oktober 2015 – Bereits zum zweiten Mal suchten der VDSI – Verband für Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz bei der Arbeit und der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) nach innovativen Konzepten, die das Unfallrisiko auf dem Arbeitsweg, dem Schulweg oder beim innerbetrieblichen Transport und Verkehr senken. Jetzt wurden die Gewinnerinnen und Gewinner des Wettbewerbs „Unterwegs – aber sicher!“ bekannt gegeben: Platz eins belegte die Gestamp Umformtechnik GmbH, Platz zwei ging an die Werner Oelkers GmbH, Dritter wurde die Holcim (Süddeutschland) GmbH. Unter allen eingereichten Beiträgen wurden außerdem zehn Fahrsicherheitstrainings verlost.

Die Preisverleihung fand im Rahmen der diesjährigen A+A in Düsseldorf statt. Die drei Gewinnerteams konnten sich über Preisgelder von insgesamt 6.000 Euro freuen. Eine Fachjury, bestehend aus Fachleuten des VDSI und des DVR sowie aus Industrie und Medien, hatte sie unter den rund 30 Einreichungen ausgewählt. Entscheidende Kriterien waren unter anderem Nachhaltigkeit, Effizienz und Kreativität der Projekte.

Der Initiatoren des Wettbewerbs zogen ein überaus positives Fazit: „Schon die erste Ausschreibung im Jahr 2013 hat uns gezeigt, wie vielfältig wirksamer Unfallschutz aussehen kann. Auch dieses Jahr fiel es der Fachjury nicht leicht, unter den vielen kreativen Einsendungen die Siegerinnen und Sieger zu ermitteln. Mit dem Wettbewerb möchten wir wirksame Maßnahmen für sicheres Fahren und Transportieren bekannt machen und dadurch andere Betriebe zum Nachmachen anregen“, so Prof. Dr. Rainer von Kiparski, Vorstandsvorsitzender des VDSI.

„Der Wettbewerb unterstützt die Strategie der ‚Vision Zero – keiner kommt um, alle kommen an‘: Kein Mensch soll im Straßenverkehr oder bei der Arbeit getötet oder so schwer verletzt werden, dass er lebenslange Schäden davonträgt. Mit ihren innovativen Lösungen tragen die Preisträgerinnen und Preisträger einen wichtigen Teil dazu bei“, sagte DVR-Hauptgeschäftsführer Christian Kellner.

Die Gewinnerinnen und Gewinner

Erster Platz:  „Wir formen die Zukunft – mit Sicherheit“, Gestamp Umformtechnik GmbH

Null Unfälle und keine Brände: So lautet das Ziel der Gestamp Umformtechnik GmbH in Bielefeld. Das mittelständische Industrieunternehmen mit rund 1.400 Beschäftigten verfolgt zur nachhaltigen Reduzierung der Unfallzahlen einen verhaltensorientierten Präventionsansatz. Ausgangspunkt ist das Leitbild der Arbeitssicherheit, aus dem sich acht Grundregeln der Arbeitssicherheit, das Eskalationsstufenmodell sowie das Hausherrenprinzip ableiten. Praktische Beispiele dieses ganzheitlichen Konzeptes sind das „Verkehrs-Ticket“ (verstärkte Nutzung des ÖPNV durch Beschäftigte), die Maßnahme „Blaues Licht für Hallenstapler“ (Einsatz von LED-Technik zur Erhöhung der Sicherheit beim Staplerverkehr) oder die Fahrradhelmpflicht beim Gebrauch von Werksfahrrädern.


Zweiter Platz:  „Sicher zur Schule – Licht an!“, Werner Oelkers GmbH

In Zusammenarbeit mit dem Schulzentrum und der Polizei in Oyten hat Geschäftsführer Ralf Köster vor rund zehn Jahren die Aktion „Sicher zur Schule – Licht an!“ ins Leben gerufen. Die Räder der Schülerinnen und Schüler werden dabei morgens unangekündigt von der Polizei kontrolliert und auf Verkehrstauglichkeit geprüft. Die festgestellten Mängel werden dann kostenfrei von den Beschäftigten der Werner Oelkers GmbH beseitigt. Um die Schülerinnen und Schüler für das Thema zu sensibilisieren, werden die Kinder in die Reparaturarbeiten einbezogen.


Dritter Platz: Verkehrssicherheit im Zementwerk Dotternhausen, Holcim (Süddeutschland) GmbH

Die Holcim (Süddeutschland) GmbH hat 2011 im Zementwerk Dotternhausen mit dem Projekt „Verkehrssicherheit im Werk“ begonnen. Eine klare Verkehrsbeschilderung und Zielortbestimmung, die Separierung von Fußgängerwegen, Geschwindigkeitskontrollen, Schulungen und Unterweisungen sowie die Absicherung von Personenausgängen, die direkt auf eine Straße führen, gehören unter anderem dazu. Das Projekt zeigt Erfolge: Die Unfallzahlen im Zementwerk sind auf konstant niedrigem Niveau und die Beschäftigten sind für Fragen der betrieblichen Verkehrssicherheit sensibilisiert.

Bildmaterial steht Ihnen ab dem 02. November 2015 unter http://vdsi-unterwegs-aber-sicher.de zur Verfügung.


Kontakt
Julia Weichsler
VDSI-Kommunikationsmanagerin
Schiersteiner Straße 39
65187 Wiesbaden
Telefon: +49 611 15755-15
Telefax: +49 611 15755-79
j.weichsler@vdsi.de
www.vdsi.de

Sven Rademacher
DVR-Pressesprecher
Auguststraße 29
53229 Bonn
Telefon: +49 228 40001-72
Telefax: +49 228 40001-67
SRademacher@dvr.de
www.dvr.de

Seit rund zwei Jahren kooperieren der VDSI und der DVR verstärkt in der betrieblichen Verkehrssicherheitsarbeit. Gemeinsam engagieren sie sich für die Prävention von Wegeunfällen sowie in der Ladungs- und Transportsicherheit. Von Herbst 2012 bis Sommer 2013 hatten sie erstmals den Wettbewerb „Unterwegs – aber sicher!“ ausgeschrieben.

Weitere Informationen zum Wettbewerb gibt es unter www.vdsi-unterwegs-aber-sicher.de.