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„Runter vom Gas“ startet gemeinsam mit den Bundesländern Initiative gegen Ablenkung im Straßenverkehr

Berlin, 9. September 2015 – „Aufmerksamkeit im Straßenverkehr verträgt keine Pause“ – Mit dieser Botschaft gestaltet „Runter vom Gas“ ab dem 10. September gemeinsam mit den Bundesländern 20 Veranstaltungen gegen Ablenkung im Straßenverkehr. In Zusammenarbeit mit insgesamt 14 Bundesländern will die Verkehrssicherheitskampagne Auto-, Motorrad-, Fahrradfahrer und Fußgänger erreichen.

Schnell noch ein Blick auf das Handy, kurz das Navigationsgerät bedienen – vermeintlich kurze Momente der Ablenkung können im Straßenverkehr fatale Folgen haben. Die Kampagne „Runter vom Gas“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR) will alle Verkehrsteilnehmer für dieses Thema sensibilisieren. In diesem Jahr gemeinsam mit den Landesregierungen, Polizeien, Verkehrswachten und weiteren Partnern. Den Auftakt der insgesamt 20 gemeinsamen Veranstaltungen findet morgen in Bremen statt. Es folgen Veranstaltungen in Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Schleswig-Holstein, Thüringen und dem Saarland.

Dorothee Bär, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur: „Ein einziger Moment der Ablenkung kann katastrophale Folgen haben. Aufmerksamkeit im Straßenverkehr verträgt keine Pause.“

Dr. Walter Eichendorf, Präsident des DVR: „Die aktive und sichere Teilnahme im Straßenverkehr erfordert stets volle Konzentration. Innerhalb weniger Sekunden kann sich das Verkehrsgeschehen komplett ändern. Darauf müssen alle Verkehrsteilnehmer permanent reagieren können. Abgelenkte Verkehrsteilnehmer setzen nicht nur die eigene Gesundheit leichtsinnig aufs Spiel, sondern auch die ihrer Mitmenschen. Im Straßenverkehr heißt es daher: ‚Finger vom Handy’.“

Ablenkung im Straßenverkehr spielt bei Unfällen zunehmend eine Rolle. Die Verbreitung von Smartphones und Unterhaltungselektronik sehen Experten als eine Hauptursache für diese Entwicklung an. Das betrifft nicht nur Autofahrer: Auch bei Fußgängern und Radfahrern kann etwa das Schreiben oder Lesen von SMS dazu führen, dass Gefahren übersehen oder kritische Situationen zu spät erkannt werden.

Informationen zur Kampagne Überdimensionales Handy oder Straßenteppich

Ein überdimensionales Handy und ein 14-Meter-Straßenteppich bilden die zentralen Elemente der Aktionstage. Auf dem Handy-Display verdeutlicht ein fiktiver Chatverlauf mit einem Unfall-Ende, wie gefährlich es ist, sich nicht auf den Verkehr zu konzentrieren. Der 14 Meter lange Straßenteppich symbolisiert den „Blindflug“, den ein Pkw bei 50 km/h bereits in einer einzigen Sekunde Ablenkung zurücklegt. Aktionsmaterialien und Informationsbroschüren runden das Aufklärungsangebot ab.

Plakate gegen Ablenkung

Bereits im August 2015 verdeutlichte „Runter vom Gas“ mit Plakatmotiven für alle Verkehrsteilnehmer in 40 deutschen Städten, wie stark die Reaktionsfähigkeit im Straßenverkehr bei Ablenkung eingeschränkt ist. Flankiert wurde die Plakatkampagne durch Audiospots im Musik-Streaming-Dienst Spotify, um verstärkt eine jüngere Zielgruppe anzusprechen. Eine Fortsetzung ist in weiteren Städten im Oktober geplant.

Über „Runter vom Gas“

Mit „Runter vom Gas“ machen sich das BMVI und der DVR seit 2008 für mehr Sicherheit auf deutschen Straßen stark. Schwerpunkte der Aufklärungsarbeit sind das Fahren mit unangepasster Geschwindigkeit, gefährliches Überholen, dichtes Auffahren, Alkohol am Steuer sowie das „Risiko Landstraße“. Dabei sprechen die Initiatoren neben Autofahrern auch Motorrad- und Radfahrer an – und rücken die besonders gefährdeten jungen Fahrer in den Fokus.

Kampagnenbüro „Runter vom Gas“

Telefon: 030 339888-101 oder 030 339888-181

E-Mail: kontakt@runtervomgas.de