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Sicherheitstipps für den ersten Schulweg

Bonn, 11. August 2014 – In einigen Tagen starten viele Erstklässler auf ihren neuen Weg zur Schule. Häufig sind sie dabei noch unsicher oder lassen sich leicht ablenken. Als schwächere Verkehrsteilnehmer benötigen sie deshalb besondere Aufmerksamkeit im Straßenverkehr. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) appelliert an alle Auto- und Motorradfahrer, während der Einschulungsphase besonders aufmerksam zu sein. Speziell in Wohngebieten und Straßen rund um Schulen gilt: langsam fahren und jederzeit bremsbereit sein. Eltern können den Schulweg gemeinsam mit ihren Kindern planen und üben. Die Sicherheit im Straßenverkehr sollte dabei maßgeblich sein.

Nach Angaben der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) ereigneten sich im vergangenen Jahr 108.238 Schulwegunfälle, 34 davon endeten tödlich. Für Schulanfänger ist der neue Schulweg eine Herausforderung. Leicht lassen sie sich vom sicheren Weg ablenken, etwa durch Freunde auf der anderen Straßenseite. Hinzu kommt, dass sie weder Entfernung noch Geschwindigkeit eines herannahenden Autos oder Motorrades richtig einschätzen können. Über parkende Autos können sie nicht hinwegschauen.

Eltern können ihre Kinder vorbereiten, indem sie bereits vor der Einschulung einen sicheren Schulweg gemeinsam mit ihnen planen, besprechen und üben. Verkehrsreiche Kreuzungen, unübersichtliche Stellen und andere Gefahrenpunkte sollten nach Möglichkeit vermieden werden. Beim gemeinsamen Begehen des Schulwegs lassen sich Unsicherheiten oder Fragen klären, etwa an Ampeln oder Zebrastreifen. Sind Schulbus oder öffentliche Verkehrsmittel Teil des Schulwegs, sollte das sichere Verhalten an Haltestellen und beim Ein- und Aussteigen ebenfalls geübt werden. Das Fahrrad eignet sich für Erstklässler noch nicht für den Schulweg.

Eltern sollten ihr Kind solange begleiten, bis sicher ist, dass es die tägliche Wegstrecke selbstständig und sicher bewältigt. Gelegentlich kann es helfen, ihm unbemerkt zu folgen: Werden Verkehrsregeln und der vereinbarte Schulweg eingehalten, auch wenn andere Kinder dabei sind?

Schulranzen mit Reflektoren und spezielle Kleidung mit retroreflektierenden Elementen erhöhen besonders in der dunklen Jahreszeit die Sichtbarkeit. Werden Kinder mit dem Auto zur Schule gefahren, müssen passende und zugelassene Kindersitze verwendet werden. Anderen Schülern und Eltern hilft es, nicht direkt vor der Schule zu parken, sondern den letzten Teil des Schulwegs als Fußweg einzuplanen. Das kann dazu beitragen, Unfälle aufgrund erhöhten Verkehrsaufkommens zu vermeiden.

Gut ausgeschlafen, dazu ein gesundes Frühstück und ein ausreichendes Zeitpolster – so starten Schulanfänger optimal auf einem bekannten und eingeübten Weg ins erste Schuljahr.

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