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Verkehrssicherheit benötigt verlässliche Daten

15. European Transport Safety Lecture des Europäischen Verkehrssicherheitsrates (ETSC)

Bonn/Berlin, 11. Oktober 2013 (DVR) – Präzise Daten gehören zum Kern der Verkehrssicherheitsarbeit. Sie sind notwendig, um Probleme, Risikofaktoren und Schwerpunkte besser zu erkennen und daraus Strategien und Ziele definieren zu können. In seiner 15. European Transport Safety Lecture gibt der Europäische Verkehrssicherheitsrat (ETSC – European Transport Safety Council) einen Überblick über die wichtige Bedeutung detaillierter Zahlen und Fakten zur Untersuchung von Straßenverkehrsunfällen. Zur diesjährigen Lesung lädt der ETSC, der in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen feiert, gemeinsam mit seinen Gründungsmitgliedern Deutscher Verkehrssicherheitsrat (DVR) als Gastgeber der Veranstaltung sowie dem Dutch Safety Board (Niederlande) und dem Parliamentary Advisory Council for Transport Safety (Großbritannien), nach Berlin ein.

Der ETSC bietet mit seiner Vortragsveranstaltung zudem die Gelegenheit, über die neue Definition von „Schwerverletzten“ (MAIS 3+) zu diskutieren, die kürzlich von der EU vorgeschlagen wurde.

Darüber hinaus befasst sich die Lesung mit Fragen des Datenschutzes. „Die Transparenz von Daten ist für die Forschung wichtig, um den wissenschaftlichen Nutzen und die daraus abgeleitete Entwicklung einer zielgerichteten Politik, den Entwurf sicherer Fahrzeuge und die Schaffung von mehr Sicherheit im Straßenverkehr für alle Verkehrsteilnehmer zu fördern“, sagt DVR-Präsident Dr. Walter Eichendorf.

Die Lesung „Verkehrssicherheit: Verlässliche Daten – Wirksame Politik“ hält Professor Dietmar Otte, Leiter der Verkehrsunfallforschung an der Medizinischen Hochschule Hannover, der zudem eine Honorarprofessur für Unfallrekonstruktion und Biomechanik an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin innehat. Er ist ein ausgewiesener Experte im Bereich der Unfalluntersuchungen und Erhebungen am Unfallort, die im Rahmen der GIDAS-Datenbank (German In-Depth Accident Study) umgesetzt werden.

Szabolcs Schmidt, Leiter des Referates Verkehrssicherheit der Europäischen Kommission, und Professor Fred Wegman von der Technischen Universität Delft beziehen ebenfalls Stellung zum Thema.

Die European Transport Safety Lecture findet einmal jährlich statt und befasst sich jeweils mit einem aktuellen Thema aus dem Bereich der Verkehrssicherheit. Der Teilnehmerkreis aus Experten, Praktikern, Behörden- und Medienvertretern nutzt die Möglichkeit, sich auszutauschen und zu diskutieren.

Die diesjährige Lesung findet am 21. November 2013, 16:30 Uhr bis 19:30 Uhr, im Grand Hotel Esplanade, Lützowufer 15, 10785 Berlin, statt. Die Teilnahme ist kostenlos, die Anzahl der Plätze ist begrenzt. Anmeldungen sind bis zum 15. November 2013 unter der E-Mail-Adresse luana.bidasca@etsc.eu möglich.

Download:

pdf Einladung