Menu Suche
 

Sicherheit im Schulbus

DVR geht mit informativer Webseite ins Netz

Bonn, 11. November 2011 (DVR) – Was ist eine Busschule? Welche Inhalte sollten Kindern vermittelt werden, damit sie den Schulbus sicher nutzen können? Wie wird eine Fahrzeugbegleitung organisiert? Gibt es in meiner Umgebung, vielleicht sogar in meiner Stadt, bereits ein entsprechendes Angebot? Diese und weitere Fragen beantwortet die neue Webseite www.schulbusprojekte.de, die der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) jetzt ins Netz gestellt hat.

Eltern und Lehrkräfte können sich mit dieser Plattform schnell informieren, ob es in ihrer Stadt oder Gemeinde ein Schulbusprojekt gibt und wer es durchführt. Darüber hinaus enthält die Webseite umfangreiches, verständlich aufbereitetes Hintergrundwissen zur Schulwegsicherheit, insbesondere wenn ein Schulbus genutzt wird.

„Mit dem neuen Onlineangebot bieten wir allen Institutionen, Verbänden und Verkehrsunternehmen die Möglichkeit, ihr Schulbusprojekt vorzustellen“, sagt Andreas Bergmeier, Referent Kinder und Jugendliche beim DVR. „Wir möchten damit der wichtigen Arbeit, die vor Ort geleistet wird, die nötige Anerkennung verschaffen und Eltern und Lehrkräfte ermutigen, ähnliche Projekte in ihrer Region vor Ort anzuregen oder durchzuführen.“

Mehr als zehn Millionen Kinder nutzen in Deutschland für ihren täglichen Weg zur Schule einen Schulbus oder öffentliche Verkehrsmittel. Dabei erweist sich der Omnibus als sicheres Verkehrsmittel. Bei seiner Nutzung ereignen sich weniger Unfälle als bei anderen Arten der Verkehrsteilnahme, also beim Schulweg zu Fuß, mit dem Rad oder im Pkw. Dennoch kommt es bei der Schulbusnutzung immer wieder zu Problemen: Schüler verhalten sich an der Haltestelle oder beim Einsteigen unvorsichtig, es wird gedrängelt oder gerangelt oder es kommt beim Überqueren der Straße zu gefährlichen Situationen.

Vielerorts wurden deshalb so genannte Schulbusprojekte ins Leben gerufen. Im Wesentlichen werden zwei verschiedene Projektformen unterschieden: Busschulen richten sich in erster Linie an Kinder in Grundschulen und Tageseinrichtungen und vermitteln in kindgerechter Weise das Know-how bei der Benutzung des Busses. Für die Busbegleitung setzt man dagegen neben Eltern und anderen Erwachsenen auf ältere Schüler, die für ihre Aufgabe entsprechend ausgebildet werden. Hier stehen neben der sicheren Busnutzung auch die Konfliktvermeidung und die Gewaltprävention im Vordergrund.

Getragen werden Schulbusprojekte zumeist von den Verkehrsunternehmen in Zusammenarbeit mit den Schulen. Oft sind auch die Städte und Gemeinden, Unfallkassen, Verkehrssicherheitsorganisationen, die örtliche Verkehrswacht sowie die Polizei an den Projekten beteiligt.

Weitere Informationen unter www.schulbusprojekte.de.