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Autos junger Fahrer weisen hohe Mängelquote auf

Bilanz nach fünf Jahren DEKRA-SafetyCheck

Traunstein, 20. September 2011 – Jedes vierte Fahrzeug junger Autofahrer ist mit gravierenden Sicherheitsmängeln unterwegs. Dies geht aus dem Abschlussbericht „Fünf Jahre SafetyCheck“ von DEKRA hervor. Insgesamt stellten die Prüfer durchschnittlich drei Mängel pro Pkw fest. Zu den Problemfeldern gehören Bremsen, Reifen und Elektronik. Erfreulich dagegen: Immer mehr Autos sind mit elektronischen Fahrerassistenzsystemen (FAS) ausgestattet. Der SafetyCheck ist eine freiwillige Verkehrssicherheitsaktion für junge Fahrer von DEKRA in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) und der Deutschen Verkehrswacht (DVW).

Über 73.000 Fahrzeuge junger Autofahrer nahmen die SafetyCheck-Prüfer in den vergangenen fünf Jahren kostenlos unter die Lupe. Allein in diesem Jahr waren es im Aktionszeitraum zwischen Mai und Juni rund 16.000 Pkw. Das Durchschnittsalter der Fahrzeuge erhöhte sich von 10,8 auf 11,2 Jahre. Zum Vergleich: Deutsche Pkw sind im Schnitt 8,3 Jahre alt. Die durchschnittliche Laufleistung der geprüften Fahrzeuge stieg von 115.000 auf 130.000 Kilometer. Das Alter der Fahrzeuge wirkt sich nach DEKRA-Angaben auf die hohe Mängelquote aus. Unter den Pkw im Alter bis drei Jahre wurden an 37 Prozent der Fahrzeuge Mängel festgestellt. In der Gruppe der sieben- bis neunjährigen Pkw war die Mängelquote mit 78 Prozent mehr als doppelt so hoch.

Ein großes Risiko geht laut DEKRA vor allem von den zahlreichen Mängeln im Bereich der Bremsen aus. 41 Prozent der zuletzt untersuchten Pkw wiesen Defekte an der Bremsanlage auf. Mehr als jedes zweite Fahrzeug hatte Mängel an Fahrwerk, Reifen oder Karosserie und bei knapp der Hälfte der untersuchten Pkw wurden Schäden an Beleuchtung, Elektrik oder Elektronik festgestellt.

Eine positive Entwicklung zeigte sich bei elektronischen Fahrerassistenzsystemen. Der Anteil der Pkw junger Autofahrer mit FAS stieg von 53 Prozent im Jahr 2007 auf aktuell 76 Prozent. Getrübt wird diese Entwicklung durch die Mängelquote bei ESP/ASR von rund zwölf Prozent und bei Airbags oder ABS von drei Prozent.

Quelle: DEKRA