Menu Suche
 

Ramsauer: Zahl der Unfallopfer weiter senken

Bundesverkehrsminister besucht Unfallkrankenhaus Berlin

Berlin, 28. Januar 2011 – Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer hat heute das Unfallkrankenhaus Berlin (ukb) besucht. Auf Einladung von Prof. Dr. Axel Ekkernkamp, Ärztlicher Direktor und Geschäftsführer des ukb, besichtigte Minister Ramsauer zusammen mit Christian Kellner, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR), die wichtigsten Stationen der Behandlung von Unfallopfern. Hintergrund des Besuches ist der aktuelle Schwerpunkt der Verkehrssicherheitskampagne „Runter vom Gas!“. Sie konzentriert sich auf das Thema Schwer- beziehungsweise Schwerstverletzte. So warnen unter anderem eindringliche Plakate an den Autobahnen vor den Folgen zu hoher Geschwindigkeit.

Ramsauer: „Die Ärzte, Schwestern und Pfleger am Unfallkrankenhaus Berlin erleben tagtäglich, welche schrecklichen Folgen Verkehrsunfälle haben können. Durch schnelle medizinische Versorgung und dank modernster Ausstattung leisten sie und ihre Kollegen in anderen Krankenhäusern einen Riesenbeitrag zur Rettung von Menschenleben. Schwer- und Schwerstverletzte werden mit speziellen Therapien und Rehabilitation wieder zurück ins Leben geführt. Der lange Weg der Genesung ist mit Schmerz und Leid verbunden. Wir müssen daher alles daran setzen, dass es erst gar nicht dazu kommt. Unser Ziel ist, die Zahl der Unfallopfer weiter zu senken. Die Formel hierfür lautet: Runter vom Gas im Straßenverkehr und Tempo in der medizinischen Versorgung.“

Minister Ramsauer bestätigte einen erfreulichen Trend der Verkehrsstatistik: Die Zahl der Verkehrstoten ist im vergangenen Jahr demnach erneut deutlich gesunken. Im Jahr 2010 verloren rund 3.700 Menschen auf deutschen Straßen ihr Leben. Das ist ein Rückgang um etwa zehn Prozent im Vergleich zu 2009 und damit ein historischer Tiefstand.

Christian Kellner wies bei dem Besuch darauf hin, dass die Kampagne „Runter vom Gas!“ eng mit der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) zusammenarbeite, um noch stärker auf die hohe Zahl der Verletzten aufmerksam zu machen. Für eine bessere Analyse der Unfallfolgen plädierte Kellner für eine zusätzliche Kategorie der amtlichen Unfallstatistik. „Als ,schwerverletzt’ gelten bisher alle Unfallopfer, die nach einem Verkehrsunfall für mindestens 24 Stunden stationär in eine Klinik aufgenommen werden. Damit umfasst diese Kategorie sowohl Patienten, die zur Beobachtung aufgenommen werden, als auch lebensgefährlich Verletzte.“ Daher sprechen sich DVR und die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) für eine zusätzliche Kategorie "lebensgefährlich verletzt" aus.

„Kampagnen wie ,Runter vom Gas!’ und weitere Präventionsmaßnahmen sensibilisieren eine breite Öffentlichkeit und helfen dabei, Verkehrsunfälle durch nicht angepasste Geschwindigkeit zu verhindern“, sagte Prof. Dr. Axel Ekkernkamp. „Als Traumazentrum sind wir täglich mit schwersten Verletzungen konfrontiert. Deshalb laden wir beispielsweise regelmäßig Schulklassen ein, unsere Patienten kennenzulernen und sich aus erster Hand über Unfallrisiken und -folgen zu informieren.“

Die Verkehrssicherheitskampagne „Runter vom Gas!“ wurde im März 2008 gemeinsam vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) und dem DVR initiiert und macht in Kooperation mit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) mit Autobahnplakaten auf die Folgen unangepasster Geschwindigkeit aufmerksam. Zudem umfasst die Kampagne Anzeigen, Fernseh-, Kino- und Radiospots sowie umfangreiche Öffentlichkeits- und Facharbeit.

Download:

jpg Pressefoto (RGB-Format, 1,4 MB)

jpg Pressefoto (RGB-Format, 1,6 MB)

Foto im Medienarchiv