Menu Suche
 

Fahrerassistenzsysteme helfen älteren Verkehrsteilnehmern

Berlin, 8. Dezember 2009 – Senioren wünschen sich beim Autofahren technische Unterstützung, die einfach zu bedienen ist und das Fahren erleichtert. Das ist das vorläufige Ergebnis einer Studie der TU Braunschweig zu Wünschen älterer Verkehrsteilnehmer an das Auto der Zukunft. Fahrerassistenzsysteme erfüllen diese Wünsche bereits heute und leisten damit einen hohen Beitrag zum Schutze aller Verkehrsteilnehmer.

Ältere Menschen wollen mobil sein, sind aber in ihrer Wahrnehmung mit zunehmendem Alter eingeschränkt. Die Folge sind vermehrt Unfälle in der Altersgruppe der über 64-Jährigen, die beim Abbiegen, Fahrspurwechsel oder Einparken passieren. Gemessen an deren Fahrleistung, sind die Unfallzahlen so hoch wie in der Altersgruppe der 20- bis 29-Jährigen.

Fahrerassistenzsysteme wie der Einpark- oder Spurwechselassistent helfen bereits heute, solche Unfälle zu verhindern. Sie beobachten die Verkehrssituation rund um das Auto genauer als der Mensch und warnen den Fahrer im richtigen Augenblick. „Je älter ein Fahrer ist, desto schwerer fällt beispielsweise der Schulterblick“, sagt Burkhard Gerkens, Referent für ältere Verkehrsteilnehmer beim Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR). Diese Einschränkung lässt sich leicht durch den Einsatz eines Spurwechselassistenten kompensieren.
Beim Einsatz dieses Fahrerassistenzsystems erhält der Fahrer ein optisches oder akustisches Signal, sobald sich Fahrzeuge im toten Winkel oder im Seitenbereich des Fahrzeugs befinden. Ein möglicher Unfall kann so verhindert werden. „Aktuelle Untersuchungen aus den USA weisen nach, dass durch den Einsatz von Spurwechselassistenten rund 26 Prozent aller Unfälle beim Fahrspurwechsel vermieden werden könnten, so Welf Stankowitz, Experte für Fahrzeugtechnik beim DVR.

Ähnlich wirksam hilft der Einparkassistent, vor allem Bagatellunfälle zu vermeiden. Denn mehr als 30 Prozent aller Versicherungsschäden entstehen bei Parkmanövern. Mit Sensoren misst das System mögliche Parklücken aus und gleicht sie mit der Autogröße ab. Ist ein passender Parkplatz gefunden, schlägt der Einparkassistent im richtigen Moment das Lenkrad ein und steuert das Fahrzeug sicher in die Parklücke, ohne dass der Fahrer selbst lenken muss. „Der Fahrer muss nur den Rückwärtsgang einlegen, das Lenkrad loslassen, Gas geben, bremsen und das Umfeld beobachten“, sagt DVR-Experte Stankowitz. Sicherheitssysteme erleichtern aber nicht nur Senioren die Autofahrt. Was den Älteren nutzt, hilft auch den Jüngeren. Denn während menschliche Beifahrer manchmal zum falschen Zeitpunkt eingreifen, sind Fahrerassistenzsysteme unsichtbare, aber zuverlässige Partner. Allerdings entbinden sie den Fahrer nicht von seiner Verantwortung. Durch eine vorausschauende und der Situation angepasste Fahrweise kann jeder Autofahrer Gefahren vermeiden.

Fahrerassistenzsysteme

Elektronische Fahrerassistenzsysteme (FAS) bezeichnet der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) als „beste beifahrer“. Fahrerassistenzsysteme besitzen ein unumstrittenes Sicherheitspotenzial, unterstützen den Fahrer in komplizierten Fahrsituationen und erhöhen damit den Fahrkomfort, ohne den Fahrer aus der Verantwortung zu entlassen.
Da das Wissen über Fahrerassistenzsysteme in der Bevölkerung kaum vorhanden ist, hat sich der DVR zum Ziel gesetzt, Informationen über FAS zu verbreiten und Aufklärung über die bereits entwickelten Systeme zu betreiben. Auf der Website www.bester-beifahrer.de bietet der DVR umfangreiche Informationen zu neuen Fahrerassistenzsystemen. Dort finden Autokäufer auch die erste bundesweite Abfragedatenbank zur typengenauen Verfügbarkeit von Fahrerassistenzsystemen.

Die Informationskampagne „bester beifahrer“ des DVR unterstützen als Partner: Bosch, Continental, Delphi, Hella und Valeo.

Pressekontakt:
Servicebüro FAS
Moya Neilson
Köpenicker Straße 48/49
10179 Berlin
Telefon: +49 (0) 30/2 88 84 53-17
Telefax: +49 (0) 30/2 88 84 53-10
E-Mail: info@bester-beifahrer.de