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113 Personen sind betroffen, wenn im Straßenverkehr ein Mensch stirbt

BMVI/DVR-Kampagne „Runter vom Gas“ präsentiert neue Autobahnplakate


Von Carla Bormann

Im Rahmen der Verkehrssicherheitskampagne „Runter vom Gas“ wurden am 16. Mai 2017 die Motive der neuen Autobahnplakate vorgestellt und quantitative Daten zu den Auswirkungen eines tödlichen Verkehrsunfalls im persönlichen und beruflichen Umfeld präsentiert. Kommt ein Mensch im Straßenverkehr zu Tode, so sind davon im Durchschnitt 113 Personen unmittelbar betroffen: Angehörige, Freunde und Bekannte sowie Einsatzkräfte am Unfallort. Diese Daten haben Dorothee Bär, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, und DVR-Geschäftsführerin Ute Hammer anlässlich ihres Besuchs bei der Hubschrauberstation der DRF Luftrettung in München bekannt gegeben.

Wenn ein Mensch bei einem Verkehrsunfall stirbt, sind durchschnittlich elf Familienangehörige, vier enge Freunde, 56 Freunde und Bekannte nachhaltig betroffen sowie 42 Einsatzkräfte wie Rettungssanitäter, Feuerwehrkräfte oder Polizisten mit diesem schweren Schicksal konfrontiert. Diese Durchschnittswerte wurden im Auftrag von „Runter vom Gas“ jetzt auf Basis einer repräsentativen Erhebung durch infratest dimap, Kantar Public und das Sozioökonomische Panel (SOEP) sowie über Angaben der Deutschen Hochschule der Polizei (DHPOL) und des Deutschen Feuerwehrverbands (DFV) ermittelt. Die Untersuchung steht im Zusammenhang mit der neuen Plakatkampagne, die seit Ende Mai auf über 700 Plakatflächen entlang deutscher Autobahnen zu sehen ist. Die Plakatierung wurde von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) finanziell unterstützt.

Inhaltlich steht bei den drei neuen Motiven das Ausmaß des Leids durch Verkehrsunfälle mit Todesfolge im Mittelpunkt. Zu sehen sind Nahaufnahmen trauernder Menschen. Auf der Webseite www.runtervomgas.de und über Social-Media-Kanäle ist die Kampagne mit fünf emotionalen Videoreportagen über tatsächlich Betroffene aus dem privaten und beruflichen Umfeld präsent.

„Wir möchten mit dieser Kampagne alle Verkehrsteilnehmer aufrütteln und die dramatischen Ausmaße eines tödlichen Verkehrsunfalls aufzeigen. Denn jeder Verkehrstod zerbricht mehr als ein Leben. Unsere Motive, Zahlen und Videoreportagen zeigen das eindrücklich – und geben erstmals jenen Menschen eine Stimme, die mit den Auswirkungen dieser Schicksalsschläge jeden Tag leben müssen“, erklärte Dorothee Bär bei der sehr gut besuchten Pressekonferenz.

„Die Appelle ,Runter vom Gas‘, ,Finger vom Handy‘ und ,Abstand halten‘ der neuen Plakatserie sensibilisieren für drei der häufigsten Unfallursachen“, erläuterte Ute Hammer. „Unangepasste Geschwindigkeit ist seit Jahren Unfallursache Nummer eins bei Unfällen mit Todesfolge. Und diese Unfälle sind durch verantwortungsbewusstes Verhalten im Straßenverkehr ebenso vermeidbar wie Ablenkungsunfälle durch Smartphones beziehungsweise Infotainment am Steuer.“

Mehr als 600 TV- und Radiobeiträge und umfangreiche Presseartikel beschäftigten sich mit dem Thema Verkehrssicherheit und erzielten bereits innerhalb einer Woche eine Reichweite von rund 80 Millionen. Die Videos von Angehörigen, Polizist und Seelsorger sind unter www.runtervomgas.de zu finden.

Die Autorin ist Referatsleiterin Öffentlichkeitsarbeit Kampagnen/Medienarbeit
und stellvertretende Pressesprecherin beim DVR.

cbormann@dvr.de
 

Fahrradhelm-Aktion „Du bist mir nicht egal“

Im Mai 2017 wurde im Rahmen von „Runter vom Gas“ die Fahrradhelm-Aktion „Du bist mir nicht egal“ gestartet. Kinder waren dazu aufgerufen, zu erklären, warum sie sich einen Fahrradhelm für Mama, Papa, Oma oder Opa wünschen. Bis zum 31. Juli 2017 wurden 1.000 Fahrradhelme für Erwachsene verlost.

Am 27. Juni 2017 überreichte Dorothee Bär, Parlamentarische Staatsekretärin beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, gemeinsam mit Moderatorin Barbara Schöneberger Fahrradhelme an Schülerinnen und Schüler der Grundschule am Koppenplatz in Berlin. Neben 50 Helmen für die Kinder erhielten jedes Mädchen und jeder Junge auch einen Erwachsenenhelm, um ihre Eltern und Großeltern zum Tragen zu motivieren.

Nähere Informationen unter www.runtervomgas.de, www.facebook.com/runtervomgas

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DVR-report 2/2017

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